Messer-Attacke in Glasgow: Tatverdächtiger von Polizei erschossen

Glasgow - Die Polizei hat in der schottischen Stadt Glasgow einen Mann erschossen, der mit einem Messer mehrere Menschen verletzt haben soll.

Rettungs- und Polizeifahrzeuge stehen an einem abgesperrten Tatort in der West George Street.
Rettungs- und Polizeifahrzeuge stehen an einem abgesperrten Tatort in der West George Street.  © jatv_Scotland/Twitter/PA Media/dpa

Man gehe derzeit nicht von weiteren Tätern aus, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Er sprach von insgesamt sechs Verletzten. Darunter sei auch ein Polizeibeamter, der schwer verletzt wurde. Sein Zustand sei aber stabil. 

Britische Medien berichteten sogar von mehreren Toten. Offizielle Angaben dazu sowie zu möglichen Hintergründen der Tat gab es allerdings zunächst nicht.

Medienberichten zufolge ereignete sich der Vorfall in einem Hotel im Stadtzentrum. Nach Angaben der Nachrichtenagentur PA könnten in dem Gebäude während der Corona-Pandemie Asylsuchende untergebracht worden sein. Eine offizielle Bestätigung gab es aber dafür nicht.

"Ich habe Leute gesehen, die aus einem Hotel gerannt sind", berichtete eine Augenzeugin dem Nachrichtensender Sky News. "In der ganzen Straße waren Polizeifahrzeuge und Rettungswagen."

Premierminister Boris Johnson sagte, er sei "zutiefst traurig über den schrecklichen Vorfall in Glasgow". Ähnlich äußerte sich Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon.

Die Polizei schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter von einem ernsten "Zwischenfall", betonte aber, dass keine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe. Britische Medien berichteten von schwer bewaffneten Einsatzkräften, die in ein Gebäude stürmten. Die Messerattacke ist laut Polizeiangaben kein Terrorangriff. Das teilte die Polizei am frühen Freitagabend im Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Polizeibeamte und Gerichtsmediziner stehen an einem abgesperrten Tatort in der West George Street.
Polizeibeamte und Gerichtsmediziner stehen an einem abgesperrten Tatort in der West George Street.  © Andrew Milligan/PA Wire/dpa

Einige Straßen wurden gesperrt, wie die Stadtverwaltung mitteilte.

Titelfoto: jatv_Scotland/Twitter/PA Media/dpa

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