Miau! So lebt es sich mit 19 Katzen

Charlotte (USA) - Verrückte Katzenlady? Rita Reimers (58) lebt mit 19 Katzen zusammen in ihrer Vier-Zimmer-Wohnung in Charlotte/USA, ist Single und kuschelt gerne mit ihren Lieblingen.

Rita Reimers (58) mit einigen ihrer Katzen.
Rita Reimers (58) mit einigen ihrer Katzen.  © Screenshot/Facebook/Rita Reimers

Anders als zu erwarten scheint Rita Reimers ihr Leben und hoffentlich ihre Wohnung, trotz ihrer knapp 20 Mitbewohner, im Griff zu haben. 

Denn nicht nur, dass sie beruflich mit Katzen und ihren Haltern arbeitet, sie hat sogar Bücher zum Thema Katzen-Verhalten veröffentlicht.

Außer Frage steht allerdings auch: Sie kann hilflosen Kätzchen einfach nicht widerstehen. Sobald sie erfährt, dass eine ins Heim kommt oder gar eingeschläfert werden muss, nimmt die 58-Jährige Anlauf, springt für sie in die Bresche und nimmt das hilflose Geschöpf in ihrem Rudel auf. 

Darum sind es mittlerweile auch so viele geworden, erzählt sie dem "Mirror". 

So war das aber nicht immer. Zwar war sie schon als kleines Mädchen von den Vierbeinern begeistert, durfte aber leider keine eigene Katze haben. Ihr Vater hatte eine Allergie, erzählt sie. 

Ein Traum wurde wahr

Guten Appetit.
Guten Appetit.  © Screenshot/Facebook/Rita Reimers

Vor 30 Jahren begann zunächst ihre Karriere als Katzensitterin. Mittlerweile zeigt sie anderen Katzenbesitzern, wie man richtig mit den empfindsamen und eigensinnigen Tieren umgeht. Besonders wichtig ist ihr, die Tiere zu verstehen, so die "Expertin für Katzenverhalten".

"Menschen bei ihren Verhaltensproblemen mit Katzen zu helfen, ist mein Leben." 

Dabei sei es nicht das Ziel, Katzen zu dressieren, sondern vielmehr den Besitzern beizubringen, ihr Tier zu verstehen. Denn: "Katzen können gutes Verhalten nicht von schlechtem unterscheiden, sie folgen einfach ihren Instinkten. Ich verstehe ihre subtile Art und Weise, uns wissen zu lassen, was sie wollen."

Der Alltag mit 19 Stubentigern ist, trotz Erfahrung und Experten-Wissen, nicht immer leicht.

Ritas Katzen sind wahre Stubenhocker. Raus dürfen sie nicht, zu gefährlich, weshalb auch die Pflege der Tiere zeitaufwändig sein kann, so der "Mirror".

"Sie sind alle meine Babys, und natürlich verwöhne ich sie", so die Katzenliebhaberin. "Jeden Morgen spreche ich mit ihnen, um mich zu vergewissern, dass es ihnen gut geht."

Bis sie Bella, Boo-Boo, Brownie, Cupcake, Dash, Gigi, Hope, Lovey, Oliver, Peanut, Picasso, Pinky, Rosie, Simba, Simon Says, Smokey, Smoochie, Sonny und Sweetie Pie nach ihrem Befinden befragt hat, ist wahrscheinlich schon Zeit fürs Frühstück. 

"Die Essenszeiten können eine Tortur sein, denn einige Katzen mögen nur Pastete, andere mögen Soße (...). Ich muss es auf verschiedene Teller verteilen", so die 58-Jährige über ihre Routine. Und weiter: "Ich füttere sie nicht gerne mit Zusatzstoffen, nur das Beste ist gut genug." 

Irgendwo muss das verdaute Luxus-Fresschen dann auch wieder hin. Das heißt für Rita Reimers: Katzenklos leeren. Insgesamt 17 Stück. Abends das gleiche dann nochmal. "Und dazwischen ist Zeit zum Spielen und Kuscheln."

Ein Leben mit und für die Katzen

Die Katzen haben es sich im Bett gemütlich gemacht.
Die Katzen haben es sich im Bett gemütlich gemacht.  © Screenshot/Facebook/Rita Reimers

Damit sich die Katzen auch rundum wohlfühlen, hat die 58-Jährige extra einen Raum für die Tiere gestaltet. Über ihrer Garage können sie sich auf zwei Sofas und an mehreren Kratzbäumen austoben.

Viel Raum für einen Partner bleibt bei der Vielzahl an Tieren nicht. Selbst in ihrem Bett wäre kein Platz für eine zweite Person, schließlich schlafen ihre Schmusekätzchen bei ihr.

"Normalerweise habe ich jede Nacht acht bis zehn Katzen auf meinem Bett, und sie drehen sich von selbst. Ich bin so daran gewöhnt, dass sie da sind, dass ich jetzt in komischen Positionen schlafe, um sie nicht zu zerquetschen. Sie werden eifersüchtig und wollen meine Aufmerksamkeit."

Laut Rita nehmen ihre Kätzchen auch Rücksicht auf sie und wissen, wie es ihr geht. 

Als einer ihrer Lieblinge starb, Sadie, ein ganz besonderes Tier, hegten und pflegen die anderen ihre Besitzerin angeblich, bis es ihr endlich besser ging. 

Zu viel wird es Rita mit den Tieren nicht, auch wenn sie vielleicht gern mal fünf Minuten ihre Ruhe hätte. Verzichten würde sie auf ihre Katzenkinder aber nie.

Titelfoto: Screenshot/Facebook/Rita Reimers

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