Mindestens 19 Tote bei Bombenanschlag auf Schüler und Schülerinnen

Kabul - Bei einem Bombenanschlag auf eine Bildungseinrichtung in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens 19 Menschen getötet worden.

Infolge des Anschlags suchten zahlreiche Menschen in Kabul in den Krankenhäusern der Stadt nach Verwandten.
Infolge des Anschlags suchten zahlreiche Menschen in Kabul in den Krankenhäusern der Stadt nach Verwandten.  © AFP

27 weitere wurden bei der Explosion am Freitagmorgen Ortszeit verletzt, wie ein Polizeisprecher berichtete. Der Anschlag ereignete sich im Stadtteil Dashte Barchi, der mehrheitlich von den schiitischen Hazara bevölkert wird.

Nach Angaben der Bildungseinrichtung absolvierten die Schüler und Schülerinnen gerade eine Aufnahmeprüfung für die Universität.

Die Zahl der Opfer könnte noch steigen. Ein Augenzeuge berichtete der Deutschen Presse-Agentur, dass Krankenwagen noch Stunden nach der Explosion Tote und Verletzte wegbringen.

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Ein Sprecher des Innenministeriums hatte zuvor auf Twitter geschrieben, dass Sicherheitsteams den Tatort erreicht hätten und weitere Details zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben würden.

"Das Angreifen von zivilen Zielen beweist die unmenschliche Grausamkeit der Feinde und ihr Fehlen von moralischen Standards", führte er fort.

Die Taliban haben bei ihrer Machtübernahme Schulen für Mädchen ab der siebten Klasse geschlossen. Private Bildungseinrichtungen bieten älteren Mädchen die Möglichkeit, ihre Ausbildung fortzusetzen.

Zu der Tat hat sich noch niemand bekannt. Seit Machtübernahme der Taliban im August 2021 gingen Anschläge auf Zivilisten vor allem von Terrormiliz Islamischer Staat aus.

Die schiitischen Hazara sind besonders starker Verfolgung und Bedrohung durch den IS ausgesetzt.

Titelfoto: AFP

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