Mit Teddy-Bär und Schnuller auf Raubzug: Frau nimmt Tochter (6) mit zu einem Überfall

Rhyl (Wales) - Gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter betrat eine junge Frau aus Wales ein Geschäft – kurz darauf wurde der Verkäufer mit einem Messer bedroht.

Amy Redfearn (24) wandert nun für drei Jahre ins Gefängnis.
Amy Redfearn (24) wandert nun für drei Jahre ins Gefängnis.  © North Wales Police

Die Täter: ausgerechnet Komplizen der Mutter.

Wie das britische Boulevardmagazin Mirror berichtet, machten sich Amy Redfearn (24), Kyle Crompton (26) und Daniel Alan Shipley (27) am 27. April vergangenen Jahres auf den Weg, um einen Supermarkt im walisischen Rhyl auszurauben.

Um auf Nummer sicher zu gehen, dass die Luft rein war und sie von niemandem erwischt werden würden, nahm Redfearn ausgerechnet ihre damals noch sechsjährige Tochter an die Hand und betrat mit ihr gemeinsam den Laden.

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Die beiden wanderten durch die Gänge, während das Mädchen an ihrem Schnuller nuckelte und einen Teddybären eng im Arm hielt.

Als sie das Geschäft kurz darauf wieder verließen, gaben sie Crompton ein Zeichen. Dieser zögerte keinen Moment und betrat das Lokal mit einem Messer.

Sein Komplize Shipley stand derweil vor der Tür Wache. Sein Gesicht hatte er in eine Skelett-Maske gehüllt.

Für den Verkäufer, Douglas Baker, war es ein Moment des blanken Horrors – er habe eine regelrechte Todesangst gehabt, als er den Panikalarm auslöste.

Mutter zeigt sich reumütig – den Richter lässt das kalt

Das junge Mädchen (6) hielt ihren Teddybären die gesamte Zeit über fest umschlossen. (Symbolbild)
Das junge Mädchen (6) hielt ihren Teddybären die gesamte Zeit über fest umschlossen. (Symbolbild)  © 123rf/luaeva

Die Männer flüchteten so schnell sie nur konnten und machten sich anschließend gemeinsam mit Redfearn, die an der nächsten Kreuzung auf sie wartete, aus dem Staub.

Alle drei konnten kurz darauf von der Polizei ausfindig gemacht und festgenommen werden – sie hatten sich im Haus der 24-Jährigen versteckt.

Nun ging es für die drei Übeltäter vor Gericht, wo die junge Mutter zuerst alles abstritt und behauptete, dass sie lediglich Geld und Medikamente für ihre Tochter besorgen wollte.

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Kurz darauf änderte sie ihre Aussage und plädierte auf schuldig – sie verspüre allerdings große Reue.

Für den Richter Niclas Parry eine viel zu späte Einsicht. Schließlich habe sie sich unglaublich "schändlich" verhalten, als sie ihre Tochter vorschickte, um daraufhin eine Straftat zu begehen.

Es seien Vorfälle wie diese, die ihm zeigen würde, wie hässlich die Welt doch sei.

Nun gibt es für das Handeln Konsequenzen: Redfearn wird für die nächsten drei Jahre hinter Gitter wandern, Daniel Alan Shipley für vier. Kyle Crompton, dem Dritten im Bunde, steht sein Urteil noch bevor – dem Mirror zufolge erwartet ihn die schwerste Strafe.

Titelfoto: North Wales Police

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