Mutter trifft der Schlag, als sie die Schulaufgabe ihres Sohnes sieht

Leicester (England) - Gemma Marston (34) aus Leicester konnte nicht fassen, was sie da sah, als sie einen Blick auf die Schulaufgabe ihres Sohnes Brody (13) warf.

Gemma Marston (34) auf einem Facebook-Selfie.
Gemma Marston (34) auf einem Facebook-Selfie.  © Facebook/Screenshot/Gemma Cindarella Marston

Der Dreizehnjährige, der in die achte Klasse einer katholischen Schule geht, hatte im Lockdown einen Fragebogen von seinem Religionslehrer zugeschickt bekommen. 

Brodys Aufgabe bestand darin, seine eigene Beerdigung zu planen. Unter anderem sollte er entscheiden, ob er eingeäschert oder beerdigt werden wolle. 

Seine Mutter postete wütend ein Foto des Fragebogens auf Facebook und machte dort ihrem Ärger Luft. "Ich konnte es nicht glauben, als ich die Hausaufgaben sah", so die 34-Jährige.

Gemma Marston war stinksauer, wie aktuell der "Mirror" berichtet. Sie sagte: "Ich verstehe, dass Schulen den Tod als Teil des Lehrplans für den Religionsunterricht diskutieren müssen, aber ein dreizehnjähriges Kind, das über die Planung seiner eigenen Beerdigung nachdenken muss, ist grausam."

Dass die Schule ausgerechnet auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie und mitten im Lockdown diese Hausaufgabe einforderte, machte alles nur noch schlimmer. 

Schule gibt Stellungnahme ab

Gemma Marston hätte die Hausaufgabe auch nicht machen wollen.
Gemma Marston hätte die Hausaufgabe auch nicht machen wollen.  © Facebook/Screenshot/Gemma Cindarella Marston

"Kinder erleben während des Lockdowns genug Traumatisches und Angst. Sie müssen nicht an ihre eigene Sterblichkeit erinnert werden...", so Marston.

Die Engländerin sagte außerdem: "Als ich die Fragen betrachtete, wollte ich sie als Erwachsener nicht einmal beantworten... Ein Kind sollte so lange wie möglich ein Kind sein und nicht mit diesen morbiden Fragen konfrontiert werden."

So sahen das auch mehrere Facebook-User, die den Post der Britin kommentierten. Einer schrieb: "Das ist widerlich, vor allem, weil wir in einer Pandemie sind und 1000 sterben."

Die Schule von Brody nahm unterdessen Stellung zu den Vorwürfen und teilte mit, dass die Hausaufgabe irrtümlich an 12 Schüler verschickt wurde. 

Deren zuständiger Lehrer habe sich bei allen betroffenen Familien telefonisch gemeldet und entschuldigt, obwohl keine von ihnen sich bei der Schule beschwert hatte. 

Gemma Marston zeigte sich zufrieden und bedankte sich Montagnachmittag beim "Mirror" für die Berichterstattung, indem sie den Artikel auf ihrer Facebook-Seite postete. 

Titelfoto: Facebook/Screenshot/Gemma Cindarella Marston

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