Nach Vorwürfen von Polizeigewalt: Soldaten erschießen Frau an der Grenze

Bogotá - Inmitten der Diskussion über die Gewalt der Polizei in Kolumbien ist in dem südamerikanischen Land eine Frau von einem Soldaten an einem Kontrollposten erschossen worden. 

Ein Soldat, der eine Waffe trägt, steht in Kolumbien. (Symbolbild)
Ein Soldat, der eine Waffe trägt, steht in Kolumbien. (Symbolbild)  © Camila Diaz/colprensa/dpa

"Eine Frau wurde durch den Schuss eines Mitglieds der Streitkräfte getötet", sagte General John Rojas im kolumbianischen Fernsehen am Donnerstag.

Die Frau kam nach Medienberichten in einem ländlichen Gebiet in der Nähe der Gemeinde Miranda im Südwesten des Landes zu Tode.

In manchen Berichten hieß es, ihr Fahrzeug habe versucht, eine Kontrolle zu vermeiden. Präsident Iván Duque ordnete eine schnelle Aufklärung an.

Der Zwischenfall hat den bereits angeschlagenen Ruf der Streitkräfte in Kolumbien weiter beschädigt.

Diesen ist vorgeworfen worden, Zivilisten zu töten, gegen Dutzende Mitglieder wird im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch ermittelt.

Der Andenstaat ist bereits seit Wochen auch wegen des Todes eines Mannes nach einem Polizeieinsatz in Aufruhr.

Der gewaltsame Tod eines Jurastudenten im Zuge einer Polizeikontrolle in Bogotá hatte tagelange gewaltsame Proteste ausgelöst, die nach Medienberichten dreizehn Menschenleben forderten. Hunderte Personen wurden verletzt.

Titelfoto: Camila Diaz/colprensa/dpa

Mehr zum Thema Nachrichten aus aller Welt:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0