Neue SpaceX-Satelliten sind heute über Deutschland zu sehen

Cape Canaveral - Die private US-Raumfahrtfirma SpaceX hat weitere 57 Satelliten für ein erdumspannendes Internet-Netz ins All gebracht.

Eine Falcon 9 Rakete von SpaceX startet mit einem Satelliten von der Cape Canaveral Air Force Station in Florida.
Eine Falcon 9 Rakete von SpaceX startet mit einem Satelliten von der Cape Canaveral Air Force Station in Florida.  © John Raoux/AP/dpa

Die Starlink-Satelliten sollten am frühen Samstagmorgen auch zweimal über Deutschland auftauchen, abfragbar für den eigenen Standort unter "heavens-above.com".

Auch zwei Satelliten des Unternehmens BlackSky waren an Bord der am Freitag in Cape Canaveral gestarteten zehnten sogenannten Starlink-Mission.

Die neuen Satelliten seien mit einer neuartigen Blende ausgestattet, damit sie nicht mehr so hell scheinen wie die bisherigen, erklärte Sven Melchert, Vorsitzender des Vereins Vereinigung der Sternfreunde, der Deutschen Presse-Agentur dpa am Freitag. 

"Das geht auf ein Abkommen mit Profiastronomen zurück, denn ohne diese Blende würden Starlink-Satelliten in Zukunft viele astronomische Beobachtungen erheblich einschränken."

Die jeweils über 200 Kilogramm schweren Satelliten sollen Daten von Bodenstationen bekommen und untereinander mithilfe von Lasern weiterleiten.

Satelliten fliegen niedrig und sind deshalb gut erkennbar

Die Flugkörper sollen in relativ niedrigen Umlaufbahnen fliegen und im Vergleich zu klassischer Satelliten-Kommunikation deutlich kürzere Verzögerungszeiten gewährleisten.

Im Frühjahr waren bereits viele Sichtungen der bis dahin gestarteten Satelliten gemeldet worden, weil diese eng und hell von der Erde aus erkennbar waren.

Diese flogen sehr niedrig und waren besonders kurz nach Sonnenuntergang wegen der Reflexionen des restlichen Sonnenlichts sehr auffallend für gelegentliche Beobachter.

Titelfoto: John Raoux/AP/dpa

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