Frontal-Crash überlebt: Familienvater schickte bereits Abschiedsnachricht aus dem Auto-Wrack

Crook - Nick Copson (47) ist ein Kämpfer. Nach einem schrecklichen Autounfall versucht er sein Leben nun jeden Tag ein wenig mehr zu ordnen. Dabei hatte er sich, im Wrack seines Autos liegend, bereits von seiner Familie verabschiedet.

Nick und seine Frau Nikki. Für den 47-Jährigen ist sie gemeinsam mit seinem Sohn der größte Halt in der schwersten Zeit seines Lebens.
Nick und seine Frau Nikki. Für den 47-Jährigen ist sie gemeinsam mit seinem Sohn der größte Halt in der schwersten Zeit seines Lebens.  © Screenshot/Facebook Nick’s Last Steps

Im September 2018 verunglückte der heute 47-Jährige schwer. Nach einem Horror-Unfall mit seinem Wagen lag er in seinem Wrack, blickte dem Tod ins Auge.

Und alles, woran er dachte, war, sich von seiner Familie, seiner Frau und seinem Sohn zu verabschieden.

Eine zwölfsekündige Nachricht sendete er übers Telefon, in der er ihnen ein "letztes Lebewohl" sagte. 

Kurz darauf verlor er das Bewusstsein. Seine Frau Nikki rief wenig später ihren Mann an. Am Telefon war dann jedoch ein Polizist. "Ich fragte: 'Ist er tot?' ", so Nikki gegenüber der Sun.

Der Beamte antwortete, dass Nick lebe, er allerdings einen schweren Frontalzusammenstoß mit seinem Auto hatte und mit dem Rettungshubschrauber auf dem Weg in die Klinik sei.

"Sie würden mir jemanden schicken, der mich zu ihm bringen würde. Da wusste ich, wie ernst es war" so Nikki weiter.

Zwölf Wochen Intensivstation waren nur der Anfang

Nick im Mai 2020: Zu Hause und angeschlossen an Geräte.
Nick im Mai 2020: Zu Hause und angeschlossen an Geräte.  © Screenshot/Facebook Nick’s Last Steps

Ihr Mann kämpfte anschließend monatelang um sein Leben. Zwölf lange Wochen war er auf der Intensivstation, ihm mussten beide Beine amputiert werden. Zudem erlitt er massive Schäden an der Wirbelsäule.

Doch das war bei weitem nicht alles. Nick musste in den Folgemonaten unter anderem eine Blutvergiftung, Multiorganversagen und Blutgerinnsel sowie eine Blutpilzinfektion überstehen. 

Sein Zustand verschlimmerte sich oftmals, ob er es schaffen würde, war nicht immer klar.

Mehr als ein Jahr nach dem Unfall, im Oktober 2019, verließ er dann endlich das Krankenhaus. Ein Meilenstein. Von da aus ging es direkt in eine Reha-Einrichtung.

Der Weg in ein halbwegs normales Leben ging nun von hier aus weiter. Im März 2020 dann die nächste Hiobsbotschaft: Das Heim, in dem er untergebracht war, wurde vorübergehend geschlossen.

Der Grund: Das Coronavirus!

Auch Corona hält Nick Copson nicht auf

Bilder aus besseren Zeiten. Nick mit Ehefrau Nicki und seinem Sohn.
Bilder aus besseren Zeiten. Nick mit Ehefrau Nicki und seinem Sohn.  © Screenshot/Facebook Nick’s Last Steps

Sowohl er als auch seine Frau hatten sich angesteckt. Doch auch Covid-19 warf ihn nicht aus der Bahn.

Wenige Wochen später, im Mai dieses Jahres, dann der nächste große Schritt: Nick durfte nach Hause. 

"Obwohl meine Reise der Genesung noch lange nicht abgeschlossen ist und ich immer noch horizontal bettlägerig bin, ist die Heimkehr ein gewaltiger Step", so Nick.

Über die Nachricht, die er seiner Familie noch im Autowrack hinterließ, sagt er heute: "Ich wusste, dass ich es vielleicht nicht schaffen würde und ich mir dachte nur: 'Ich kann den Planeten nicht verlassen, ohne mich zu verabschieden'. Ich glaube, das würde jeder tun, wenn er die Chance dazu hätte."

Die Nachricht hat er inzwischen schon mehrmals abgehört. Für ihn jedes Mal wieder ein unheimlich "emotionaler Moment", wie er sagt.

Und auch, wenn er nie mehr mit seinen eigenen Beinen laufen kann. Für ihn ist der Weg das Ziel - und von diesem will sich Kämpfer Nick Copson durch nichts und niemanden abbringen lassen. 

Auf Facebook hat er inzwischen eine Seite. "Nick's last Steps". Sie zeigen Erinnerungen der "letzten Schritte", die Nick vor einem Unfall machte. 

Aber sie zeigen auch seine letzten Schritte zurück in eine Art Normalität.

Titelfoto: Screenshot/Facebook Nick’s Last Steps

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