Erdrutsch reißt riesiges Loch in Landstraße

Oslo - Wenige Tage nach einem Hunderte Meter breiten Erdrutsch ist es im Norden Norwegens erneut zu einem größeren Abgang gekommen.

Treibgut und Trümmer von Häusern füllen die Bucht nach einem Erdrutsch in der Nähe von Alta im arktischen Norwegen.
Treibgut und Trümmer von Häusern füllen die Bucht nach einem Erdrutsch in der Nähe von Alta im arktischen Norwegen.  © Hanne Larsen/NTB scanpix/AP/dpa

Während beim ersten Vorfall am Mittwoch mehrere Häuser und Hütten ins Meer gespült worden waren, klaffte nun im selben Gebiet in der Kommune Alta ein gewaltiges Loch in einer Uferregion.

Fotos zeigten, wie der Erdrutsch ein großes Stück der alten Europastraße E6 weggerissen hatte. Verletzt wurde dabei niemand, wie der norwegische Rundfunksender NRK am Samstag berichtete. Auch Gebäude wurden demnach diesmal nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Ein Polizeisprecher sagte dem Sender, der abgerutschte Teil der Erde habe einen Durchmesser von rund 50 Metern und eine Höhe von 30 bis 40 Metern.

Am Mittwoch waren bei einem Erdrutsch in der Region mit einer Länge von 650 Metern acht Gebäude ins Wasser gespült worden, darunter vier Freizeithäuser.

Menschen kamen dabei nicht zu Schaden. Ein ins Meer gespülter Hund schaffte es, an Land zurückzuschwimmen.

Die nun betroffene Straße lag in dem Gebiet, das die norwegischen Behörden nach dem Vorfall vom Mittwoch weiträumig abgesperrt hatten.

Eine Straße verläuft an der Grenze zu einem Abhang, wo es zu einem Erdrutsch gekommen ist.
Eine Straße verläuft an der Grenze zu einem Abhang, wo es zu einem Erdrutsch gekommen ist.  © Anders Bjordal/Anders Bjordal/AP/dpa

Alta liegt im hohen Norden Norwegens nördlich des Polarkreises. In der Region gibt es nach Angaben der norwegischen Wasserwegs- und Energieverwaltung (NVE) viel für Erdrutsche anfälliges Tonmaterial im Boden. Ungewöhnlich große Schneemengen und geschmolzener Schnee haben in großen Teilen des Nordens von Norwegen zuletzt zu einer starken Wassersättigung des Bodens geführt.

Titelfoto: Anders Bjordal/Anders Bjordal/AP/dpa

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