Ösi-Kanzler Kurz spricht von Normalität im Sommer 2021: Augenwischerei oder klarer Plan?

Wien - Nach einer Lockerung der Regeln über Weihnachten hat in Österreich am Samstag der dritte Lockdown begonnen. Bundeskanzler Sebastian Kurz (34, ÖVP) gibt sich dennoch recht optimistisch. Grund zur Freude oder einfach nur Augenwischerei?

Sebastian Kurz (34, ÖVP), Bundeskanzler von Österreich.
Sebastian Kurz (34, ÖVP), Bundeskanzler von Österreich.  © Roland Schlager/APA/dpa

Außer Lebensmittelläden, Apotheken und Drogerien bleiben Geschäfte die nächsten drei Wochen geschlossen.

Banken und Fahrrad-Werkstätten dürfen auch aufbleiben, Friseure nicht. Häuser und Wohnungen dürfen rund um die Uhr nur mit gutem Grund verlassen werden - allerdings zählen dazu auch Sport oder spazieren gehen.

Die erlaubten Kontakte mit anderen Haushalten sind massiv eingeschränkt.

Wenn Geschäfte und Kultureinrichtungen am 18. Januar wieder aufgehen, müssen Besucher zunächst einen negativen Corona-Test vorweisen, um sie zu besuchen.

"Ich glaube, dass Tests in den kommenden Monaten eine absolute Normalität werden wie das tägliche Zähneputzen", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Samstag dem ORF.

Er rechnet Anfang 2021 in ganz Europa mit einer dritten Infektionswelle. Dank der Impfungen und Tests sei danach Entspannung zu erwarten, sagte er. "Ich rechne damit, dass wir im Sommer wieder in weiten Teilen zur Normalität zurückkehren können."

Die Zahl der Neuinfektionen war berechnet auf 100.000 Einwohner zuletzt unter die Werte in Deutschland gefallen.

Österreich im Kampf zwischen Öffnung und Verordnungen

Menschen mit Mund-Nasen-Schutz gehen in der Vorweihnachtszeit in der recht leeren Innenstadt an Geschäften vorbei. Österreich geht ab dem 26. Dezember für mindestens drei Wochen erneut in den coronabedingten Lockdown.
Menschen mit Mund-Nasen-Schutz gehen in der Vorweihnachtszeit in der recht leeren Innenstadt an Geschäften vorbei. Österreich geht ab dem 26. Dezember für mindestens drei Wochen erneut in den coronabedingten Lockdown.  © Ingrid Kornberger/APA/dpa

Zahlreiche Skigebiete waren in Österreich auf.

Aber sie können wegen strikter Quarantänevorschriften für Einreisende oder etwa in Bayern für Rückkehrer praktisch nur von Einwohnern genutzt werden.

Am Semmering rund 100 Kilometer südwestlich von Wien kam es am 1. Weihnachtstag zu Gedrängel auf Rodelwiesen.

Deshalb wurden Absperrgitter aufgestellt, um die Zahl der Nutzer zu begrenzen, wie der Bürgermeister sagte.

Die Seilbahnen haben die Zahl der Gäste, die transportiert werden können, pro Gondel auf die Hälfte reduziert und Tickets müssen vorab online gekauft werden.

Titelfoto: Roland Schlager/APA/dpa

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