Corona macht Hochzeit einen Strich durch die Rechnung, dann kommt dieses Paar auf eine Idee

Michigan - Eigentlich hatten Jen Andonian und Matt Shearer ihre perfekte Hochzeit für Mitte März geplant. Die Coronakrise machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Doch das Paar ließ sich nicht entmutigen...

An diese außergewöhnliche Hochzeit werden sich Jen und Matt sicherlich ihr Leben lang erinnern.
An diese außergewöhnliche Hochzeit werden sich Jen und Matt sicherlich ihr Leben lang erinnern.  © facebook.com/MassGeneralInternational/

Jen Andonian und Matt Shearer hatten alles perfekt geplant: ihr burgunderfarbenes Blumenkleid, seine passende karierte Krawatte. 

Sie leben in Cambridge, entschieden sich aber für Michigan, wo sich beide kennen lernten, als Ort für ihre klein gehaltene Hochzeitszeremonie im März mit ihren Familienangehörigen. 

Doch dann kam alles ganz anders:

Das Coronavirus verbreitete sich weltweit. Beide Epidemiologen wussten schon allein von Berufs wegen, dass sie das Risiko einer Feier nicht eingehen konnten.

Sechs Tage vor ihrer geplanten Hochzeit am 20. März beschlossen sie, abzusagen:

"Wir haben viel darüber gesprochen und waren der Meinung, wir sollten mit gutem Beispiel vorangehen. Trotzdem war es hart", sagte Jen gegenüber Bostonglobe.

"Dies war vielleicht nicht die Hochzeit, die beide wollten"

Als sie am nächsten Tag ihren Mitarbeitern im MGH-Zentrum für Katastrophenmedizin davon erzählte, scherzte eine Kollegin: Was ist, wenn sie nur im Krankenhaus heiraten? Ihre Mitarbeiter verwandelten die beiläufige Bemerkung in einen konkreten Plan, der inmitten anstrengender 12-Stunden-Arbeitstage ausgeführt wurde.

Während der kurzen Pausen bestellten die Teammitglieder Blumen und Vanille-Cupcakes und erstellten eine Musik-Playlist. Eine Krankenschwester beantragte eine eintägige staatliche Bescheinigung, um eine Trauung durchzuführen.

Am Freitag heirateten die beiden schließlich vor einer kleinen Gruppe von Jens Kollegen, die alle OP-Masken trugen und einen halben Meter voneinander entfernt saßen. Alle genossen die kurze Verschnaufpause von ihrem stressigen Arbeitsalltag, der inmitten der Corona-Pandemie alles abverlangte.

"Dies war vielleicht nicht die Hochzeit, die beide wollten, aber es ist eindeutig die Hochzeit, die MGH brauchte", begann Jens Kollegin ihre Trauungsrede.

Nachdem sie die Ringe ausgetauscht hatten, forderte die Traurednerin das Paar auf, sich die Ellbogen zu stoßen, was sie auch taten. Im Anschluss gab es aber noch einen traditionellen Kuss ohne Schutzmasken.

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Titelfoto: facebook.com/MassGeneralInternational/

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