Angriff auf russische Schule: Mehrere Tote, mutmaßlicher Schütze (19) festgenommen!

Kasan (Russland) - Bei einem bewaffneten Angriff auf eine Schule in der russischen Großstadt Kasan sind mehrere Menschen getötet worden.

Russische Spezialkräfte vor dem Gymnasium in Kasan.
Russische Spezialkräfte vor dem Gymnasium in Kasan.  © Uncredited/The Investigative Committee of the Russian Federation/AP/dpa

Zwei russische Staatsagenturen berichteten am Dienstag übereinstimmend von elf getöteten Menschen - die meisten von ihnen Kinder im Alter von 7 bis 15 Jahren.

Es war zunächst von zwei Schützen die Rede, von denen einer festgenommen worden sein soll.

Die Schüler wurden aus der Schule gebracht - unter anderem in einen benachbarten Kindergarten.

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Auf Videos von vor Ort war zu sehen, wie Rettungswagen und Polizeifahrzeuge mit Blaulicht und Sirene zu der Schule rasten.

Zeugen berichteten auch von einer Explosion. Auf Amateurvideos war zu sehen, wie Rauch aus einem mehrstöckigen weißen Gebäude stieg. Es waren Schreie zu hören.

Menschen standen vor dem Gebäude und beobachteten die Lage. Später wurde die Schule weiträumig abgesperrt.

Kasan liegt etwa 720 Kilometer östlich von Moskau. In Russland hatten die Schulen erst am Dienstag nach mehr als einwöchigen Ferien begonnen.

Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdiensten vor der Schule.
Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdiensten vor der Schule.  © Maksim Bogodvid/Sputnik/dpa

Update, 16.18 Uhr: Putin kündigt schärfere Waffen-Gesetz an

Russlands Präsident Wladimir Putin (68) drückte den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus. "Der Präsident spricht den Angehörigen der Kinder, die durch die Hand des Schützen gestorben sind, sein tiefes Beileid aus und wünscht den Schulkindern, die verletzt wurden, baldige Genesung", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.

Putin wies demnach außerdem an, eine verschärfte Regelung für zivilen Waffenbesitz auszuarbeiten. Es sollten schnell neue Vorgaben zu den Typen von Waffen geben, die die Bevölkerung besitzen dürfe, sagte Peskow.

Die genutzte Waffe bei dem Angriff ist den Behörden zufolge auf den jungen Mann registriert gewesen. Den Waffenschein soll er erst im April bekommen haben.

Ein russischer Soldat der Rosguardia (Nationalgarde) steht Wache nach dem Angriff auf das Schulgebäude.
Ein russischer Soldat der Rosguardia (Nationalgarde) steht Wache nach dem Angriff auf das Schulgebäude.  © Roman Kruchinin/AP/dpa

Update, 11.30 Uhr: Mehr Details - Schütze soll 19-Jähriger gewesen sein!

Während zwei russische Staatsagenturen von elf Todesopfern berichten, bestätigt die Pressestelle des Republikchefs Rustam Minnichanow (64) zunächst 9 Getötete und 20 Verletzte. Minnichanow sprach von einer "großen Tragödie".

Ein 19 Jahre alter Verdächtiger soll festgenommen worden sein.

Er soll Medienberichten zufolge vor etwa vier Jahren seinen Schulabschluss gemacht haben. Kurz vor der Tat soll er das Verbrechen im Nachrichtenkanal Telegram angekündigt haben. Er soll zunächst mit einem Maschinengewehr die Schule durch einen Haupteingang betreten und sofort um sich geschossen haben.

Zwischenzeitliche Berichte über einen zweiten Angreifer wiesen die regionalen Behörden zurück.

Titelfoto: Uncredited/The Investigative Committee of the Russian Federation/AP/dpa

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