Hunderte E-Scooter mit Fett fahruntauglich gemacht

Moskau - Hunderte Elektroroller sind in der russischen Hauptstadt Moskau von Unbekannten mit Schmierfett beschädigt und so vorübergehend fahruntüchtig gemacht worden.

Elektroroller sind in Russland vor allem bei Jüngeren extrem beliebt. In Parks und auf Gehwegen sorgen sie derweil für Ärger. (Symbolbild)
Elektroroller sind in Russland vor allem bei Jüngeren extrem beliebt. In Parks und auf Gehwegen sorgen sie derweil für Ärger. (Symbolbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Zumeist seien Griffe und Displays der Roller am Dienstag beschmiert worden, teilte der Verleiher Whoosh der Zeitung "RBK" mit. Bis zum Nachmittag wurden mehr als 800 Fälle bekannt.

Die Hintergründe waren zunächst unklar. Die Polizei suchte zunächst nach mindestens drei Unbekannten. Nach einer Reinigung gingen viele Geräte wieder in den Verkehr.

Elektroroller sind in Russland zumeist bei Jüngeren extrem beliebt, sorgen aber wegen ihrer mitunter hohen Geschwindigkeit zunehmend für Ärger auf Gehwegen und in Parks.

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Dem Innenministerium zufolge sind allein im ersten Halbjahr landesweit mehr als 180 Unfälle mit diesen Fahrgeräten der Polizei gemeldet worden. Dabei seien fünf Menschen gestorben und 188 verletzt worden.

Einige Städte wie St. Petersburg oder Nowosibirsk in Sibirien haben deshalb ein Tempolimit verhängt.

Corona-Pandemie lässt Nachfrage wachsen

Wie die Tageszeitung "Kommersant" berichtete, haben sich mittlerweile rund zehn Millionen Menschen in Russland bei Verleihern angemeldet - allerdings gebe es bei Weitem nicht so viele Elektroroller.

Vor allem seit Beginn der Corona-Pandemie sei die Nachfrage gewachsen, weil so eine Fahrt in vollen Bussen oder U-Bahnen umgangen werden könne, hieß es.

Experten warnen, dass künftig vermehrt nicht mehr gebrauchte Akkus von E-Rollern illegal in der Natur entsorgt werden könnten.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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