Schreckliche Methoden: Diensthunde geschlagen und misshandelt?

Sand-Schönbühl (Schweiz) - Im Kompetenzzentrum Sand-Schönbühl der Schweizer Armee sollen Diensthunde in der Ausbildung geschlagen und misshandelt werden. Der Armee sollen derartige Vorfälle aber nicht bekannt sein.

Die Ausbildungshunde sollen geschlagen werden, wenn sie Fehler machen (Symbolbild).
Die Ausbildungshunde sollen geschlagen werden, wenn sie Fehler machen (Symbolbild).  © 123rf/ Olga Yastremska

Im Kompetenzzentrum Veterinärdienst und Armeetiere im schweizerischen Sand-Schönbühl in der Nähe von Bern werden Angehörige der Armee im Umgang mit Tieren entsprechend geschult.

Dort werden unter anderem Diensthunde ausgebildet, die später beispielsweise bei der Bewachung von Objekten eingesetzt werden. 

Doch die Ausbildungsmethoden scheinen dabei sehr fragwürdig zu sein.

Wie die Schweizer Zeitung 20 Minuten berichtet, sollen in dem Ausbildungszentrum Diensthunde misshandelt worden sein. "Die Diensthunde werden geschlagen und malträtiert, wenn sie Fehler machen. Das ist dort an der Tagesordnung", berichtet ein Insider, der anonym bleiben möchte.

"Wenn ein Tierarzt die Verantwortlichen auf die Verletzungen ansprach, wurden sie Mundtot gemacht, und das Ganze wurde unter den Teppich gekehrt", teilt eine weitere Person mit, die ebenfalls namentlich nicht genannt werden möchte.

Diensthunde sollen an Halsbändern hochgehoben worden sein

Die Kaserne Sand-Schönbühl soll für ihren harten Umgang mit Tieren bekannt sein.
Die Kaserne Sand-Schönbühl soll für ihren harten Umgang mit Tieren bekannt sein.  © 123rf/ Oksana Kuzmina

Die Diensthunde sollen teilweise an ihren Halsbändern hochgehoben worden sein, bis sie keine Luft mehr bekommen hätten. Auch Schläge mit der Leine sollen keine Seltenheit sein.

"Es hat schon zahlreiche Rapporte gegeben, in denen sich Rekruten über den Umgang mit den Diensthunden beschwerten", heißt es vom Insider weiter. Dabei soll das Kompetenzzentrum Sand-Schönbühl in Militärkreisen für den harten Umgang mit Tieren bekannt sein.

Der Armee sollen aktuell keine Vorfälle bekannt sein, bei denen Diensthunde geschlagen wurden, berichtet 20 Minuten weiter. Bei Überforderung der Hundehalter könne es jedoch zu "grenzwertiger Einflussnahme" kommen.

"Allfällige Verstösse der Tierschutzverordnung im Umgang mit den Hunden werden von uns nicht toleriert und würden disziplinarisch bestraft werden", sagte Delphine Allemand, Mediensprecherin der Armee, der Zeitung.

Die Hunde würden wöchentlich durch Tierärzte betreut und begutachtet. "Dabei wurden keine Verletzungen durch Gewaltanwendung von Hundehaltern festgestellt", heißt es von der Armee weiter.

Titelfoto: 123rf/ Olga Yastremska

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