Schweinepest in diesem Land ausgebrochen: Hunderttausende Tiere müssen getötet werden

Nigeria - Die Landwirte im westafrikanischen Nigeria stehen unter Schockstarre: Der jüngste Ausbruch der Schweinepest hat ihren Bestand an Tieren drastisch reduziert.

Auch Wildschweine sind vor der Afrikanischen Schweinepest nicht sicher.
Auch Wildschweine sind vor der Afrikanischen Schweinepest nicht sicher.  © Carsten Rehder/dpa

Es sei der schlimmste Ausbruch der Virusinfektion jemals, sagten einheimische Bauern gegenüber dem Guardian.

Als Reaktion müssen mindestens Hunderttausende Schweine im ganzen Land getötet werden. Viele Landwirte hätten bereits gehandelt und ihre Bestände enorm reduziert.

Dass sich der Ausbruch als so schlimm erweisen würde, hatte bis vor Kurzem noch niemand gedacht. 

Anfang 2020 breitete sich die Schweinepest in der Millionenstadt Lagos aus, danach sprang sie schrittweise auf die einzelnen Bundesstaaten über.

"Wir haben in der Vergangenheit noch nie etwas in dieser Größenordnung erlebt. Dies ist der größte Ausbruch aller Zeiten", sagt Ayo Omirin, ein Schweinezüchter in Oke-Aro, der mehr als 600 seiner insgesamt 800 Schweine verloren hat.

Viele Schweinehalter werden sich möglicherweise nicht mehr von der aktuellen Epidemie erholen können. In ganz Nigeria stehen rund 20.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Zusätzlich hat das Land mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu kämpfen.

Die Regierung würde angesichts der Krise kaum etwas tun, sagen viele Bauern. Die Beamten sehen das anders und werfen den Farmern stattdessen vor, nicht genügend auf Hygiene geachtet zu haben.

In den letzten zehn Jahren ist die Afrikanische Schweinepest regelmäßig in mehreren Teilen Afrikas aufgetaucht. Zwischen 2016 und 2019 wurden auf dem gesamten Kontinent mehr als 60 Ausbrüche gemeldet.

Titelfoto: Carsten Rehder/dpa

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