Starbucks-Barista wird von Kundin angeprangert, doch mit dieser Geste hat er nicht gerechnet

San Diego - Dass ein Starbucks-Kunde so große Auswirkungen auf sein Bank-Konto haben könnte, hätte Barista Lenin Gutierrez wohl im Leben nicht gedacht. 

Lenin arbeitet bei Starbucks und hatte jetzt eine Kundin der etwas anderen Art an der Backe.
Lenin arbeitet bei Starbucks und hatte jetzt eine Kundin der etwas anderen Art an der Backe.  © Screenshot/Facebook/Amber Lynn Gilles

Alles fing damit an, dass Amber Lynn Gilles am Montag eine Starbucks-Filiale in San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien besuchte.

Auch dort gilt derzeit Maskenpflicht in diversen Lokalitäten - so auch in dem Coffeeshop. Doch von der Mund- und Nasenbedeckung hält die Amerikanerin nicht viel.

Also betrat sie den Laden ohne Mundschutz und wurde von Lenin daraufhin gefragt, wo denn ihre Maske sei. Sie entgegnete nur, dass sie keine bräuchte.

Die Situation erhitzte sich so dermaßen, dass die Kaffee-Liebhaberin auf Facebook ein Foto des jungen Mannes postete und dazu schrieb: "Lerne Lenen von Starbucks kennen, der mich nicht bediente, weil ich keine Maske trage. Nächstes Mal rufe ich die Polizei und bringe eine medizinische Bescheinigung mit."

Personen, die gesundheitliche Probleme haben, sind vom Tragen der Maske befreit. Ob sie wirklich eine Befreiung braucht oder dies lediglich ein Vorwand ist, ist unklar.

Lenin bekommt viel Unterstützung

Lenin ist von so viel Unterstützung ganz gerührt.
Lenin ist von so viel Unterstützung ganz gerührt.  © Screenshot/GoFundMe

Amber, die den Namen des Baristas in ihrem Post falsch schrieb, legte noch einen drauf und kommentierte ihren eigenen Post mit: "Masken sind dumm, genau wie die Leute, die sie tragen."

Das öffentliche An-den-Pranger-Stellen sorgte nun dafür, dass sich viele mit Lenin solidarisierten. "Ich hasse die Masken auch, aber ich gebe dem Menschen hinter dem Counter nicht die Schuld. Sie müssen die Regeln befolgen, die ihnen ihre Chefs auferlegen", schreibt ein User.

Ein anderer sieht es ähnlich: "Ich verstehe deine Frustration, aber es zielt auf die falschen Personen ab. Er hat einen Job, er muss die Regeln befolgen."

Für Lenin, der so öffentlich angeprangert wurde, hat ein Unterstützer sogar eine Spendenseite ins Leben gerufen, um ihm eine Art extra Trinkgeld zu geben. Innerhalb weniger Tage sind dabei schon über umgerechnet rund 31.000 Euro zusammen gekommen.

Lenin bedankte sich und rief dazu auf, lieb zueinander zu sein - und natürlich eine Maske zu tragen. 

Titelfoto: Screenshot/Facebook/Amber Lynn Gilles

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