Streit um Blätterteigtasche: Mann sticht mit Messer auf Ex-Kollegen ein

Hertfordshire - Fünf Jahre lang hegte Matthew Evans (36) Groll gegen einen ehemaligen Kollegen, weil dieser angeblich seinen Snack geklaut hatte und beschimpfte ihn immer wieder. Dann eskalierte die Situation.

Ein Blätterteigwürstchen war Ausgangspunkt des Streits. (Symbolbild)
Ein Blätterteigwürstchen war Ausgangspunkt des Streits. (Symbolbild)  © 123rf/fotek

Die Fehde begann 2016, während beide in der gleichen Firma angestellt waren.

Als Evans eines Tages eine mit Würstchen gefüllte Blätterteigtasche mit zur Arbeit brachte und diese daraufhin verschwand, war für ihn klar: Sein Kollege muss dahinter stecken.

Beide zerstritten sich, wechselten später ihre Arbeitgeber, berichtet Hertfordshire Mercury.

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Für Evans war die "Tat" aber noch lange nicht vergessen. 2020 trafen die Streithähne zufällig erneut aufeinander.

Wieder kam die Blätterteigtasche zur Sprache. Doch diesmal eskalierte die Situation: Der 36-Jährige griff nach einem Hammer, schwang diesen in der Luft umher und traf dabei versehentlich seine eigene Freundin.

Währenddessen schnappte sich sein Ex-Kollege das Werkzeug, schlug auf Evans Kopf ein und rannte davon.

Er erlitt bei dem Vorfall eine Prellung am Bauch und an den Rippen, ging aber nicht zur Polizei - ein großer Fehler, wie sich einige Wochen später herausstellen sollte.

Matthew Evans stand während der Tat unter Alkohol- und Drogeneinfluss

Matthew Evans (36) muss die nächsten Jahre im Gefängnis absitzen.
Matthew Evans (36) muss die nächsten Jahre im Gefängnis absitzen.  © Hertfordshire Constabulary

Während das Opfer bei einem Freund in Hemel Hempstead eingeladen war, stand Evans plötzlich vor der Tür. "Erinnerst du dich an mich, du Arschloch?", soll er ihm entgegengebrüllt haben. Dann stach er mit einem Messer auf sein Gegenüber ein.

Im Anschluss suchte der 36-Jährige nicht etwa das Weite, sondern klopfte an mehreren Häusern in der Nachbarschaft. Eine verängstigte Anwohnerin sollte ihm neue Kleidung und ein Taxi besorgen.

Während die alarmierten Polizeibeamten den Messerstecher festnahmen, wurde sein Opfer mit mehreren Wunden in ein Krankenhaus geliefert.

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Inzwischen hat er sich von den Verletzungen erholt. Mit den psychischen Folgen hat er noch immer zu kämpfen, wie er in einem Statement, das während des Prozesses gegen Evans verlesen wird, erklärt: "Ich ständig, ob die Türen verschlossen sind - egal wo ich bin. Ich habe Gerüchte gehört, dass auf mich ein Kopfgeld ausgesetzt ist."

Evans, der während der Tat unter Alkohol- und Drogeneinfluss stand, wurden vom Gericht schließlich zu vier Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt.

Titelfoto: Hertfordshire Constabulary

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