Tod von 13-Jähriger in Wien: dritter Verdächtiger gefasst, Fahndung nach viertem Mann

Von Albert Otti

Wien - Nach der Tötung einer 13-Jährigen in Wien ist ein dritter Verdächtiger festgenommen worden.

Kerzen und Blumen liegen am Fundort der Leiche des getöteten 13 Jahre alten Mädchens.
Kerzen und Blumen liegen am Fundort der Leiche des getöteten 13 Jahre alten Mädchens.  © Herbert Neubauer/APA/dpa

Außerdem wird international nach einem vierten Mann gefahndet, wie Österreichs Polizeichef Franz Ruf am Donnerstag bekannt gab. Die vier stehen im Verdacht, das Mädchen sexuell missbraucht und den Tod verursacht zu haben.

Nach Ermittlungen der Polizei war die Jugendliche in die Wohnung eines Verdächtigen mitgegangen. Dort sei sie unter Drogen gesetzt und missbraucht worden. Die Obduktion ergab, dass sie erstickt wurde. Ihre Leiche war am Samstag in einer Wohngegend in Wien entdeckt worden.

Die vier Verdächtigen stammen aus Afghanistan. Die Festgenommenen sind 16, 18 und 25 Jahre alt. Der älteste wurde Mittwochabend an einer U-Bahnstation gefasst.

EU-Ministerin beruft Gespräch mit Experten ein

EU-Ministerin Karoline Edtstadler (ÖVP,r.) und Franz Ruf, Generaldirektor für öffentliche Sicherheit, geben eine Pressekonferenz im Rahmen eines Runden Tisches im Bundeskanzleramt nach dem Mord an der 13-Jährigen in Wien-Donaustadt.
EU-Ministerin Karoline Edtstadler (ÖVP,r.) und Franz Ruf, Generaldirektor für öffentliche Sicherheit, geben eine Pressekonferenz im Rahmen eines Runden Tisches im Bundeskanzleramt nach dem Mord an der 13-Jährigen in Wien-Donaustadt.  © Helmut Fohringer/APA/dpa

Nach Angaben der Polizei hat der 18-Jährige die Tat bislang geleugnet. Er war wegen Drogendelikten und Diebstahls vorbestraft. Ihm drohte eine Abschiebung, gegen die er Berufung eingelegt hatte. Der jüngste Tatverdächtige, ein Asylbewerber, habe in den Verhören geschwiegen, hieß es.

Nachdem die Nationalität der mutmaßlichen Täter bekannt wurde, hat die in Österreich mit den Grünen regierende konservative ÖVP schnellere Abschiebungen von kriminellen Asylbewerbern versprochen. Außerdem stellte sie Migranten mit anderen kulturellen Werten als Gefahr dar.

EU-Ministerin Karoline Edtstadler (40) berief aus Anlass der Tötung am Donnerstag ein Gespräch mit Expertinnen und Experten ein.

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Das erste Ergebnis des Treffens sei, "dass Migration Probleme verursacht", sagte die ÖVP-Politikerin danach.

Titelfoto: Herbert Neubauer/Helmut Fohringer/APA/dpa

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