Toter fährt stundenlang in der Straßenbahn rum

Zürich - In Zürich kam es am Montag zu einem tragischen Vorfall: Ein Mann starb in einer Straßenbahn. Weil offenbar niemand etwas bemerkte, fuhr der Tote mehrere Stunden durch die Stadt.

Das Unglück passierte am Montag in Zürich in einer Straßenbahn der Linie 2 Richtung Bahnhof Tiefenbrunnen.
Das Unglück passierte am Montag in Zürich in einer Straßenbahn der Linie 2 Richtung Bahnhof Tiefenbrunnen.  © 123rf.com/photogearch

Sechs Stunden lang soll ein 64-Jähriger leblos in einer Bahn der Linie 2 Richtung Tiefenbrunnen rumgefahren sein - und niemand will etwa gemerkt haben.

Wie "20 Minuten" berichtet, war der Mann auf dem Weg zur Arbeit. Sein Sohn (40) sagte, sein Vater sei um 6.21 Uhr in die Straßenbahn gestiegen. Eigentlich hätte er rund 30 Minuten später am Ziel sein müssen und dort wieder aussteigen sollen.

Doch dazu kam es nicht!

Nach monatelanger Eiszeit: Nord- und Südkorea wieder mit Annäherung!
Aus aller Welt Nach monatelanger Eiszeit: Nord- und Südkorea wieder mit Annäherung!

Der Mann hatte in der Straßenbahn einen Herzstillstand.

Weder dem Fahrer noch anderen Passagieren sei etwas aufgefallen. Erst rund sechs Stunden später habe ein Fahrgast bemerkt, dass etwas nicht stimmt. Die Frau alarmierte den Straßenbahnführer, der schließlich den Notruf wählte.

Doch da kam für den inzwischen Verstorbenen jede Hilfe längst zu spät. Videoaufnahmen der Verkehrsbetriebe Zürich zeigten, dass der Mann zwölf Stationen gefahren war, dann zusammensackte "und regungslos sitzen blieb", sagte sein Sohn.

Weshalb so lange niemand reagierte, macht die Hinterbliebenen traurig und fassungslos.

Titelfoto: 123rf.com/photogearch

Mehr zum Thema Aus aller Welt: