Toter wird von eigener Beerdigung verwiesen

Port of Spain - Einem Toten wurde die Teilnahme an seiner eigenen Beerdigung verwehrt. Der Grund dafür ist äußerst kurios.

Der verstorbene Che Lewis musste bei seiner eigenen Trauerfeier draußen bleiben.
Der verstorbene Che Lewis musste bei seiner eigenen Trauerfeier draußen bleiben.  © facebook.com/denniesfuneralhome/

Der 29-jährige Che Lewis wurde laut New York Post zusammen mit seinem Vater Adlay Lewis in seinem eigenen Haus niedergeschossen.

Das beauftragte Bestattungsunternehmen entschied sich dazu, den Leichnam von Lewis im Sitzen einzubalsamieren - keine gute Idee, wie sich später herausstellen sollte!

"Die Familie hat es angefragt, aber es war etwas, das wir eh schon immer mal machen wollten. Als die Nachricht kam, war es uns nicht fremd, weil wir von solchen Beerdigungen bereits aus dem Ausland gehört hatten", berichtete ein Mitarbeiter von "Dennies Funeral Home" gegenüber Loop News.

Dann ergänzte er: "Wir hatten ihn drei Tage lang bei uns, um zu überwachen, wie es ihm auf dem Stuhl ging, bevor wir ihn an die Öffentlichkeit brachten."

Tatsächlich sollte Lewis, bevor dieser endgültig unter der Erde landen sollte, auf einem Stuhl durch die Hauptstadt von Port of Spain zur St. John the Evangelist Church in die nahe gelegene Stadt Diego Martin gefahren werden.

Geschäft mit außergewöhnlichen Trauerfeiern nimmt mehr und mehr zu

Traditionelle Bestattungen scheinen immer mehr aus der Mode zu kommen. (Symbolbild)
Traditionelle Bestattungen scheinen immer mehr aus der Mode zu kommen. (Symbolbild)  © 123rf/federicofoto

Für diesen ungewöhnlichen Umzug entschied sich die Familie ebenfalls dazu, ihren verstorbenen Angehörigen in ein rosa Jacket und eine weiße Hose zu kleiden und ihm eine Sonnenbrille aufzusetzen.

Als die Trauernden mit der Leiche vor dem Friedhof, auf dem der Verstorbene beerdigt werden sollte, ankamen, wurde dem toten Lewis der Eintritt verwehrt.

Der Priester, der die Bestattungsfeier zelebrierte, lehnte es ab, dass mit dem Sarg von Vater Lewis auch der Stuhl mit dessen Sohn in die Kirche getragen wird.

Che musste also bei seiner eigenen Beerdigung draußen bleiben, auf seinem Stuhl neben der Kirchentür.

Die örtliche Polizei erwägt nun sogar, ein Bußgeld gegen das Bestattungsunternehmen wegen verbotenen Personentransports zu verhängen.

Diese können sich derweil vor neuen Aufträgen kaum retten. Ein betagter leidenschaftlicher Kartenspieler habe jüngst seine Bestellung abgegeben: Er möchte in seiner Lieblingsbar, am Spieltisch sitzend "aufgebahrt" werden.

Titelfoto: 123RF/ federicofoto

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