Erneute Eskalation! Türkei setzt Erdgassuche vor Zypern fort

Nikosia - Trotz wiederholter Kritik der EU setzt die Türkei die Suche nach Erdgas vor Zypern fort. 

Die Fregatte TCG Barbaros (F-244) der türkischen Marine liegt an einem Liegeplatz im Seehafen von Odessa (Ukraine). (Archiv)
Die Fregatte TCG Barbaros (F-244) der türkischen Marine liegt an einem Liegeplatz im Seehafen von Odessa (Ukraine). (Archiv)  © Ukrinform/dpa

Das türkische Schiff "Barbaros" befindet sich seit Donnerstag östlich der Mittelmeerinsel, wie aus NAVTEX-Navigationssicherheitswarnungen der türkischen Station Antalya vom Donnerstag hervorgeht. 

Ein anderes Bohrschiff, die "Yavuz", forscht seit Monaten im Südwesten der Insel nach Erdgas. Beide führen diese Suchen ohne Genehmigung der Regierung in Nikosia durch. 

Die EU hat die Aktionen verurteilt und droht der Türkei mit Strafmaßnahmen.

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Internationale Energieunternehmen hatten in den vergangenen Jahren Erdgasvorkommen unter dem Meeresboden vor Zypern entdeckt und Bohrungen im Auftrag der Regierung in Nikosia begonnen. Dies führte zu schweren Spannungen zwischen Ankara und Nikosia. 

Die Türkei erkennt nämlich das EU-Land Zypern nicht an und lehnt die Suche nach Erdgas vor einer Lösung der Zypern-Frage und ohne die Zustimmung der türkischen Zyprer ab. 

Ankara führt deswegen eigene Forschungen ohne die Lizenz der Regierung in Nikosia in der Region durch.

Die EU übte am Donnerstag erneut scharfe Kritik an dem Vorgehen der Türkei. Die Hoheitsrechte von EU-Staaten müssten geachtet werden, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Dienstes in Brüssel. 

Die neuen seismischen Erkundungen seien eine negative Entwicklung und in keiner Art und Weise hilfreich. Es brauche ein Deeskalation in der Region.

Titelfoto: Ukrinform/dpa

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