Neuer Name! Die Türkei heißt nicht mehr Truthahn

New York - Erst vor wenigen Tagen berichtete TAG24 darüber, dass sich die Türkei einen neuen Namen wünscht - jetzt ist die Zeit der schlechten Witze endgültig vorbei! Künftig wird das Land zwischen Europa und Asien nicht mehr genauso heißen wie ein Vogel, der zu Thanksgiving millionenfach auf den Tellern fresswütiger Amerikaner landet.

Machthaber Recep Tayyip Erdoğan (68) darf sich über einen neuen Namen freuen.
Machthaber Recep Tayyip Erdoğan (68) darf sich über einen neuen Namen freuen.  © Jane Barlow/PA Wire/dpa & Markus Schreiber/AP/dpa (Montage)

Jahrelang spotteten die Menschen auf der gesamten Welt wieder und wieder über den englischen Namen der Türkei. "Turkey" war nicht nur die Bezeichnung für das Land am Bospurus, sondern auch für Truthähne. Die sind nicht gerade die niedlichsten Tiere und eher dafür bekannt, zu Thanksgiving millionenfach verspeist zu werden.

Machthaber Recep Tayyip Erdoğan (68) und Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu (54) störten sich an dieser unangenehmen Doppeldeutigkeit und plädierten stattdessen für einen neuen Namen. "Turkiye" würde Kultur, Zivilisation und die Werte der türkischen Nation viel besser zum Ausdruck bringen, so die Argumentation.

Am Mittwoch beantragten sie deshalb bei den Vereinten Nationen (UN) eine Änderung des Namens, den die Türkei dort schon seit Gründung der Organisation im Jahr 1945 trägt und der schon verwendet worden sein soll, bevor die Europäer Truthähne überhaupt kannten.

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Mit Erfolg! Laut der türkischen Nachrichtenagentur "Anadolu" wurde der Namensänderung jetzt zugestimmt.

Türkei hat weiter riesige Probleme mit der Inflation

Die stetig steigenden Lebenshaltungskosten sind ein riesiges Problem für die Türkei und deren Bevölkerung.
Die stetig steigenden Lebenshaltungskosten sind ein riesiges Problem für die Türkei und deren Bevölkerung.  © Francisco Seco/AP/dpa

Auch wenn Machthaber Erdoğan auf internationalem Parkett damit einen Erfolg vorweisen konnte, innenpolitisch läuft es für ihn weiter mies.

Wie das nationale Statistikamt in Ankara am heutigen Freitag mitteilte, erhöhten sich die Lebenshaltungskosten im Vergleich zum Vorjahresmonat um 73,5 Prozent. Einfach gesagt musste die türkische Bevölkerung damit fast das Doppelte für ihr Leben ausgeben, als noch im Mai 2021.

Noch schlimmer sah es bei den Herstellerpreisen aus. Im Vergleich zum Vorjahr explodierten diese um 132 Prozent.

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Doch woran liegt es, dass die Inflation in der Türkei so hoch ist? Zum einen verteuert die schwache Landeswährung Lira importierte Waren und Dienstleistungen. Hinzu kommen Probleme im Welthandel, angefacht durch Corona und den Ukraine-Krieg.

Steigen die Preise weiter so rasant, werden die meisten Türken bald nur noch von einem saftigen Truthahn träumen können...

Titelfoto: Jane Barlow/PA Wire/dpa & Markus Schreiber/AP/dpa (Montage)

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