Fast ein Jahr Gefängnis: Mann klaut 7000 Schinken im Wert von 520.000 Euro

Huelva - Ein Spanier wurde zu über elf Monaten Haft verurteilt, weil er seinem Arbeitgeber über Jahre insgesamt 7000 Schinken klaute und diese teuer weiterverkaufte.

Der Spanier hat über Jahre insgesamt 7000 Schinken geklaut und teuer weiterverkauft. (Symbolbild)
Der Spanier hat über Jahre insgesamt 7000 Schinken geklaut und teuer weiterverkauft. (Symbolbild)  © Thomas Burmeister/dpa

Der Mann habe die Schinken seinem Arbeitgeber über einen Zeitraum von sechs Jahren geklaut, wie die britische Tageszeitung The Guardian berichtete.

Demnach saß er von 2007 bis 2013 praktischerweise direkt an der Quelle der Fertigungsanlage. Er war zuständig für den kompletten Bearbeitungsprozess, den jeder einzelne Schinken durchlaufen muss.

Mithilfe eines Kurierdienstes verkaufte der Spanier die illegale Ware und baute sich so einen stolzen Nebenverdienst auf.

Nach stundenlanger Suche: Kleiner Junge stirbt bei Überschwemmungen
Aus aller Welt Nach stundenlanger Suche: Kleiner Junge stirbt bei Überschwemmungen

Denn der luxuriöse Jamón Ibérico, wie der Schinken im Spanischen heißt, gilt als der teuerste Schinken der Welt. 100 Gramm der Delikatesse gibt es für schlappe 30 Euro.

Haltung und Herkunft der Ibérico-Schweine werden streng überwacht

Ibérico-Schweine führen anders als ihre deutschen Artgenossen ein langes und platzreiches Leben.
Ibérico-Schweine führen anders als ihre deutschen Artgenossen ein langes und platzreiches Leben.  © 123RF/itsajoop

Haltung und Herkunft der dunklen Ibérico-Schweine werden streng überwacht, sodass die Qualität des Fleisches stets auf höchstem Niveau ist.

Die Tiere sitzen nicht in engen Ställen, sondern dürfen sich frei bewegen und heißgeliebte Eicheln fressen. Ganze sechs bis zehn Kilo am Tag.

Huelva gilt in Spanien als ein Zentrum der Schinkenproduktion.

Grillfest-Drama mit sechs Toten: Lkw-Fahrer hatte Kokain im Blut
Aus aller Welt Grillfest-Drama mit sechs Toten: Lkw-Fahrer hatte Kokain im Blut

Dem Schinken-Dieb hätten ursprünglich sogar sechs Jahre Haft gedroht. Die Strafe wurde nur gemildert, weil der Fall erst recht spät vor Gericht gekommen ist. Nun muss der Mann elf Monate und 29 Tage ins Gefängnis.

Titelfoto: Thomas Burmeister/dpa

Mehr zum Thema Aus aller Welt: