Urlauber nehmen Sand und Steine vom Strand mit, am Flughafen werden sie rausgezogen

Alghero - Sardinien hat damit zu kämpfen, dass Touristen den Sand der Traumstrände mit nach Hause nehmen wollen.

Anderswo erlaubt, auf Sardinien verboten: Steine und Sand vom Strand mitzunehmen.
Anderswo erlaubt, auf Sardinien verboten: Steine und Sand vom Strand mitzunehmen.  © Agenzia delle Dogane/dpa

Das ist mittlerweile ein großes Problem auf der italienischen Mittelmeerinsel. An einem Flughafen wurden nun wieder kiloweise Sand, Muscheln und Kieselsteine beschlagnahmt.

Insgesamt hätten die Beamten am Flughafen Alghero in letzter Zeit 4,1 Kilo Sand von verschiedenen Stränden sichergestellt, twitterte der Zoll am Sonntag. Die "Schmuggler" hätten Strafen bis zu 3000 Euro bekommen.

Sardinien ist für seine wunderschönen Strände berühmt – jedes Jahr bringen Touristen Sand und Muscheln allerdings als Souvenir nach Hause und schaden damit der Umwelt.

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Deswegen ist es seit 2017 verboten, – selbst kleinste Mengen – Kieselsteine und Sand mitzunehmen.

Hohe Strafen sollen das verhindern: Mindestens 500 Euro Strafe kostete es denjenigen, der gegen das Verbot verstößt. Schlimmstenfalls sind bis zu 3000 Euro fällig.

Fein, pulvrig und weich - der Sand an Sardiniens Stränden verzückt die Touristen so sehr, dass sie sogar Verbote missachten, um ihn als Souvenir mitzunehmen. (Archivbild)
Fein, pulvrig und weich - der Sand an Sardiniens Stränden verzückt die Touristen so sehr, dass sie sogar Verbote missachten, um ihn als Souvenir mitzunehmen. (Archivbild)  © Marcus Brandt/dpa

"Jedes Jahr erleiden die Strände Sardiniens irreparable Schäden durch Menschen, die ohne jeglichen Respekt Sand, Steine und Muscheln forttragen. Dies ist nicht nur falsch, sondern auch illegal", erklärte der Zoll.

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

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