New Jersey (USA) - Ein emotionales Geständnis sorgt für heftige Reaktionen im Netz: Der US-YouTuber Jesse Ridgway (33) und seine Ehefrau Ashley sehen sich nach einer persönlichen Entscheidung mit einer Welle aus Hasskommentaren und sogar Todesdrohungen konfrontiert.
Der als "McJuggerNuggets" bekannte Internetstar machte öffentlich, dass das Paar seine Schwangerschaft beendet hatte, nachdem Untersuchungen ergeben hatten, dass das ungeborene Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit mit dem Down-Syndrom zur Welt gekommen wäre.
Die Offenheit des Paares löste eine hitzige Debatte in den sozialen Medien aus, wie Page Six berichtet.
In einer Stellungnahme auf Instagram schilderte Ridgway die Folgen der öffentlichen Bekanntmachung. Er sprach von einer Flut an Beleidigungen, Beschimpfungen und Todesdrohungen.
"Ich habe noch nie einen solchen Hass und eine solche Verbitterung gegen zwei Menschen erlebt, die um ihr ungeborenes Kind trauern und eine unmögliche Entscheidung treffen mussten", schrieb der 33-Jährige.
Besonders schockiert zeigte sich der YouTuber darüber, dass einige Kritiker ihre Angriffe mit religiösen Argumenten rechtfertigten. Dies empfinde er als widersprüchlich und verletzend.
Nach der Diagnose folgte die schwere Entscheidung
Bereits im März hatte das Paar seine Schwangerschaft öffentlich gemacht. Wenige Wochen später ergaben genetische Tests laut Ridgway eine 95-prozentige Wahrscheinlichkeit für Trisomie 21.
Ridgway betonte, er habe großen Respekt vor Familien, die sich in einer vergleichbaren Situation für das Kind entscheiden.
Gleichzeitig wünsche er sich Verständnis dafür, dass andere Eltern zu einem anderen Entschluss kommen könnten.
Der Influencer erklärte, einer der Gründe für seine Offenheit sei gewesen, eine Diskussion über ein Thema anzustoßen, über das seiner Meinung nach zu selten gesprochen werde. Viele Betroffene würden aus Angst vor öffentlicher Verurteilung schweigen.
Trotz der massiven Kritik zeigte sich Ridgway dankbar für die Unterstützung zahlreicher Fans.
Er hoffe, dass die öffentliche Debatte anderen Menschen in ähnlichen Situationen helfen könne, offen über ihre Erfahrungen zu sprechen. Zudem kündigte das Paar an, in Zukunft erneut versuchen zu wollen, ein Kind zu bekommen.