Firma kündigt Mitarbeiterin nach 16 Jahren: Gericht fordert 125 Millionen Dollar Entschädigung

Green Bay (USA) - Mehr als 16 Jahre lang arbeitete Marlo Spaeth für den US-Händler Walmart. Dann war Schluss. Die Firma kündigte der am Down-Syndrom erkrankten Frau, weil sie sich um eine Arbeitsplananpassung von 60 bis 90 Minuten stritten.

Walmart ist der größte Einzelhändler in den USA. (Symbolbild)
Walmart ist der größte Einzelhändler in den USA. (Symbolbild)  © Charles Krupa/AP/dpa

Der Vorfall landete vor einem Gericht in Green Bay, einer Stadt im US-Bundesstaat Wisconsin.

Wie der Business Insider schrieb, dauerte der Prozess vier Tage, bis das Urteil fiel: Walmart soll der Dame eine Entschädigung von 125 Millionen Dollar (circa 105 Millionen Euro) zahlen!

Der Fall war für die Richter klar. Es handelte sich eindeutig um Diskriminierung. Frau Spaeth hatte jahrelang für Walmart gearbeitet, nie hatte es Probleme gegeben. Arbeitsbewertungen waren stets positiv gewesen.

Tod von Gabby Petito: Leiche obduziert, Freund immer noch verschwunden
USA News Tod von Gabby Petito: Leiche obduziert, Freund immer noch verschwunden

Doch dann wollte das Unternehmen plötzlich die Zeiten für die Mitarbeiterin ändern. Für die am Down-Syndrom erkrankte Dame eine sehr schwierige Situation.

Nach Jahren derselben täglichen Arbeitszeit gab es auf einmal Abweichungen von 60 bis 90 Minuten. Frau Spaeth bat das Unternehmen daher, ihren alten Plan weiterzuverwenden.

Doch statt sich flexibel zu zeigen, kündigte Walmart seine langjährige zuverlässige Mitarbeiterin.

Entschädigung wird wohl deutlich geringer ausfallen

Ein Gericht entschied, dass der Frau eine Entschädigung in Millionenhöhe zusteht. (Symbolbild)
Ein Gericht entschied, dass der Frau eine Entschädigung in Millionenhöhe zusteht. (Symbolbild)  © 123RF/Marian Vejcik

Die Kommission für Chancengleichheit am Arbeitsplatz vertrat Spaeth erfolgreich vor Gericht. Doch ob sie die Millionen-Entschädigungssumme wirklich erhalten wird, ist unklar.

Ein Sprecher von Walmart sagte dem Insider, dass das Urteil voraussichtlich auf 300.000 Dollar (circa 250.000 Euro) reduziert wird. Diese Summe ist der nach US-Bundesrecht zulässige Höchstbetrag.

Gegenüber dem Bloomberg Law sagte Randy Hargrove, ein Walmart-Sprecher, dass das Unternehmen keinerlei Diskriminierung tolerieren würde. Man hätte dieses Problem sicherlich anders lösen können. Wie, das verriet er allerdings nicht.

Kannibale kastriert Fremden und friert dessen Hoden ein, um sie zu essen
USA News Kannibale kastriert Fremden und friert dessen Hoden ein, um sie zu essen

Frau Spaeth hatte nach ihrer Kündigung um eine Wiedereinstellung bei Walmart gebeten. Auch diese wurde abgelehnt.

Wie es nun weitergehen wird, werden die kommenden Wochen zeigen.

Titelfoto: Charles Krupa/AP/dpa

Mehr zum Thema USA News: