Massive Schäden und Überflutungen nach Hurrikan "Ida": Erstes Todesopfer!

New Orleans - Der starke Hurrikan "Ida" hat im südlichen US-Bundesstaat Louisiana ersten Fotos und Videos zufolge massive Überflutungen und Schäden verursacht. Zudem fiel für mindestens 600.000 Haushalte in den küstennahen Gebieten wegen Sturmschäden der Strom aus. Auch ein Todesopfer gibt es zu beklagen.

Ein NASA MODIS-Satellitenbild zeigt die Ausmaße des Hurrikan "Ida".
Ein NASA MODIS-Satellitenbild zeigt die Ausmaße des Hurrikan "Ida".  © Noaa/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpa

In der Gemeinde Prairieville sei eine Person von einem umstürzenden Baum tödlich verletzt worden, teilte das örtliche Sheriff-Büro am Sonntagabend (Ortszeit) auf Facebook mit. Beim Eintreffen der Polizei hätten die Beamten nur noch den Tod des Opfers feststellen können. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Der Hurrikan zog am Sonntagabend (Ortszeit) als starker Hurrikan der Stufe drei von fünf nur langsam über Land, weswegen die Orte in seinem Pfad längerer Zeit extremen Winden und heftigen Regenfällen ausgesetzt waren.

Experten befürchteten daher große Schäden. Das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) erklärte, der Wirbelsturm bringe maximal anhaltende Windgeschwindigkeiten von 195 Kilometern pro Stunde und noch heftigere Böen mit sich.

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"Ida" verursachte an einigen Teilen der Küste eine meterhohe Sturmflut. Wie US-Medien berichteten, war die Wucht des ankommenden Wassers so stark gewesen, dass das Wasser im Süden von New Orleans im Mississipi Messungen zufolge rund drei Stunden flussaufwärts floß.

Meteorologen warnten zudem, dass die von "Ida" ausgelösten ungewöhnlichen starken Regenfälle weitere Überschwemmungen verursachen könnten.

Hurrikan Ida: Fotos und Videos zeigen Ausmaß der Zerstörungen

Ein Mann bringt sich in Sicherheit, nachdem ein Teil eines Dachs von einem Gebäude im French Quaeter vom Hurrikan weggeblasen wurde.
Ein Mann bringt sich in Sicherheit, nachdem ein Teil eines Dachs von einem Gebäude im French Quaeter vom Hurrikan weggeblasen wurde.  © Eric Gay/AP/dpa

Fotos und Videos zeigten in den küstennahen Gebieten Häuser, die unter Wasser standen, Straßen die zu Flüssen wurden, abgedeckte Häuser und zahlreiche entwurzelte Bäume. Besonders betroffen waren niedrig liegende Gebiete südwestlich der Stadt New Orleans, für die es zuvor zumeist Evakuierungsanordnungen gegeben hatte.

Auch in New Orleans waren Überschwemmungen und Schäden an Gebäuden zu sehen. Der Strom fiel im gesamten Stadtgebiet von New Orleans aus, wie die städtische Einsatzzentrale mitteilte. "Der einzige Strom in der Stadt kommt von Generatoren", hieß es.

US-Präsident Joe Biden besuchte am Sonntag wegen des Sturms die Fema-Zentrale in Washington. "Das wird ein zerstörerischer Hurrikan, ein lebensbedrohlicher Sturm", warnte Biden.

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"Ida" sollte sich bis zum späten Sonntagabend (Ortszeit) über Land deutlich abschwächen. Am Montag sollte der Sturm in den Nordosten Louisianas und schließlich den Westen Mississippis weiterziehen.

Offenbar nehmen einige den Hurrikan nicht ganz so ernst: Ein Mann macht ein Selfie von sich, während sich hinter ihm eine Welle auftürmt.
Offenbar nehmen einige den Hurrikan nicht ganz so ernst: Ein Mann macht ein Selfie von sich, während sich hinter ihm eine Welle auftürmt.  © Gerald Herbert/AP/dpa

Ein totes Kind nach Pazifik-Hurrikan "Nora" in Mexiko

Das Bild der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) zeigt die Hurrikans "Nora" (unten links) und "Ida" (rechts).
Das Bild der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) zeigt die Hurrikans "Nora" (unten links) und "Ida" (rechts).  © Uncredited/NOAA/AP/dpa

Neben den USA wurde auch Mexiko von einem Hurrikan überrascht.

Beim Teileinsturz eines Hotels infolge des Hurrikans "Nora" ist im mexikanischen Urlaubsort Puerto Vallarta ein Junge ums Leben gekommen. Eine Frau wurde noch vermisst, wie der Gouverneur des Bundesstaates Jalisco, Enrique Alfaro, am Sonntag mitteilte.

Verursacht worden sei das Unglück im Zentrum der an der Pazifikküste gelegenen Stadt durch das Überlaufen des Flusses Cuale. Der getötete Junge gehörte einer spanischen Familie an, die vor sieben Jahren nach Mexiko gekommen war.

"Nora" war am Samstagabend (Ortszeit) als Hurrikan der Stärke eins von fünf mit Windgeschwindigkeiten von 140 Kilometern pro Stunde in Jalisco auf Land getroffen.

Der Wirbelsturm verursachte in mehreren Gebieten entlang der mexikanischen Westküste Überschwemmungen, Schäden und Stromausfälle. Bilder zeigten reißende Ströme übergetretener Flüsse, schlammbedeckte und eingerissene Straßen sowie umgestürzte Bäume.

Einige Gemeinden waren evakuiert worden.

Titelfoto: Noaa/Planet Pix via ZUMA Press Wire/Gerald Herbert/AP/dpa

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