Nach Feuer im "Ghost Ship" mit 36 Toten: Betreiber bekennt sich schuldig

Oakland - Gut vier Jahre nach einem verheerenden Feuer mit 36 Toten bei einer Lagerhaus-Party im kalifornischen Oakland hat sich der Betreiber des Künstlerkollektivs schuldig bekannt.

Vor dem "Ghost Ship" wurde den Toten gedacht.
Vor dem "Ghost Ship" wurde den Toten gedacht.  © Screenshot/Facebokk/Oakland Ghost Ship

Derick Almena (50), der das als "Ghost Ship" (Geisterschiff) bekannte Lagerhaus an Künstler vermietet hatte, war wegen fahrlässiger Tötung in 36 Fällen angeklagt.

Durch sein Schuldbekenntnis wird ein zweiter Prozess vermieden, wie US-Medien am Freitag berichteten. Das erste Verfahren gegen Almena war im September 2019 geplatzt, nachdem die Geschworenen kein einstimmiges Urteil erreichen konnten.

Das Gericht im Bezirk Alameda County will im März die Strafe verhängen. Beobachter gehen von zwölf Jahren Haft aus. Einen Teil hat er seit seiner Festnahme 2017 bereits abgesessen.

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Bei dem Feuer im Dezember 2016 waren 36 Menschen im Alter von 17 bis 61 Jahren ums Leben gekommen. Auch ein in Kalifornien lebender Deutscher war unter den Opfern.

Die Anklage warf den Betreibern vor, in dem zweistöckigen Gebäude eine tödliche Feuerfalle geschaffen zu haben. Es hätte nur als Lagerhalle, nicht aber zum Wohnen oder für Veranstaltungen genutzt werden dürfen.

Die genaue Ursache für den Brand konnte nicht ermittelt werden.

Titelfoto: Screenshot/Facebokk/Oakland Ghost Ship

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