Nach Wohnhaus-Einsturz in Florida: Zahl der Todesopfer erhöht sich

Von Christiane Jacke

Surfside - Nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Wohnhauses im US-Bundesstaat Florida ist ein weiteres Todesopfer gefunden worden.

Such- und Rettungskräfte bei den Trümmern im teilweise eingestürzten Gebäude.
Such- und Rettungskräfte bei den Trümmern im teilweise eingestürzten Gebäude.  © Lynne Sladky/AP/dpa

Die Rettungskräfte hätten in den Trümmern am Samstag einen weiteren leblosen Körper entdeckt, sagte die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava, am Abend (Ortszeit) an der Unglücksstelle in Surfside nahe Miami.

Die Zahl der identifizierten Toten sei damit auf fünf gestiegen. Die Suchkräfte hätten außerdem weitere noch nicht identifizierte "menschliche Überreste" gefunden, sagte Levine Cava weiter, ohne konkreter zu werden.

Die Identifizierung sei nicht einfach. Hier würden DNA-Tests genutzt. Von Angehörigen seien dazu DNA-Proben eingesammelt worden.

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Mehr als 150 Menschen gelten weiter als vermisst. Die Zahl liege aktuell bei 156, sagte Levine Cava. Die Behörden hatten aber zuvor bereits betont, dass die Vermissten nicht unbedingt auch alle in dem Gebäude gewesen sein müssen.

Das strandnahe Gebäude mit rund 130 Wohneinheiten war in der Nacht zu Donnerstag teilweise eingestürzt.

Die Menschen wurden im Schlaf von dem Unglück überrascht. Seitdem läuft eine verzweifelte Suche nach Überlebenden.

Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Rettungsteams sind rund um die Uhr im Einsatz - mit Spürhunden, Spezialkameras, Horchgeräten und schwerem Gerät.

Feuer behindert Rettungsaktion

Seit Tagen suchen die Retter nach Verschütteten.
Seit Tagen suchen die Retter nach Verschütteten.  © Gerald Herbert/AP/dpa

Zuletzt hatte ein Feuer in den Trümmern die Suchaktion erheblich erschwert. Die Rettungskräfte hatten laut Levine Cava zunächst Schwierigkeiten gehabt, den Ursprung des Brandes unter den Trümmern ausfindig zu machen, ihn zu isolieren und zu löschen.

Dies habe die Suche nach möglichen Verschütteten behindert. Levine Cava sagte am Samstagabend jedoch, im Laufe des Tages hätten die Rettungskräfte bei der Bekämpfung des Feuers Fortschritte gemacht.

Mehrere Menschen wurden bei dem Unglück verletzt. Mehr als 35 Personen konnten bislang gerettet werden.

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Die Ursache des teilweisen Einsturzes ist weiter ein Rätsel. Der als Champlain Towers South bekannte Wohnkomplex stammt aus den 1980er Jahren.

Baumängel des Gebäudes bereits 2018 bekannt

Das Gebäude befindet sich mitten am Strand im US-Bundesstaat Florida.
Das Gebäude befindet sich mitten am Strand im US-Bundesstaat Florida.  © Gerald Herbert/AP/dpa

Am Wochenende wurde ein von einer externen Firma verfasster Inspektionsbericht aus dem Jahr 2018 öffentlich, in dem Experten mehrere Mängel, darunter auch größere strukturelle Mängel am Beton des Gebäudes, aufgelistet hatten.

Ob diese in irgendeinem Zusammenhang mit dem Einsturz stehen könnten, blieb offen.

Levine Cava betonte am Samstag, ihr sei der Bericht zuvor nicht bekannt gewesen. Die Behörden würden allen Hinweisen nachgehen und der Ursache für das Unglück auf den Grund gehen, damit so etwas nie wieder passiere, versprach sie.

In der Zwischenzeit werde auch überprüft, ob andere ähnlich alte Gebäude sicher seien.

Um zusätzliche Mittel und Material nach dem Unglück freizugeben, hatte Floridas Gouverneur Ron DeSantis den Notstand ausgerufen. Dieser wurde von Präsident Joe Biden (78) am Freitag bestätigt, um so auch Bundesmittel zur Verfügung stellen zu können.

Auch die Katastrophenschutzbehörde FEMA ist eingeschaltet.

Update, 17.55 Uhr: Zahl der Toten nach Wohnhaus-Einsturz ist auf neun gestiegen

Nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Wohnhauses im US-Bundesstaat Florida sind in den Trümmern weitere Todesopfer gefunden worden. Die Zahl der Toten sei damit auf neun gestiegen, sagte die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava, am Sonntag an der Unglücksstelle in Surfside nahe Miami. Vier der Todesopfer seien bislang identifiziert worden.

Titelfoto: Gerald Herbert/AP/dpa

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