Aktivist benutzt Megafon, um rasende Radfahrer anzuschreien

New York City (USA) - Ein Mann aus New York City hat es sich zur Aufgabe gemacht, rasend schnelle Fahrradfahrer mit einem Megafon anzubrüllen, in der Hoffnung, dass sie sich nächstes Mal besser an die Verkehrsregeln halten.

Jerome Dewald ist seit Mai dieses Jahres bemüht, sich mit seinem Megafon gegen rasende Radfahrer einzusetzen.
Jerome Dewald ist seit Mai dieses Jahres bemüht, sich mit seinem Megafon gegen rasende Radfahrer einzusetzen.  © @whatisnewyork/Instagram

Jerome Dewald hat wohl von all den gefährlichen Rasern in seiner Stadt die Schnauze voll, berichtete The New York Post.

Der 71-Jährige verbringt seit Mai dieses Jahres eine Stunde an Wochentagen und drei Stunden am Wochenende damit, Fahrradfahrer mit seiner Radarpistole und seinem Megafon auf ihr Fehlverhalten aufmerksam zu machen.

Dabei konzentriert sich Dewald auf die Radler, die er "Tour de France"-Fahrer getauft hat. Diese düsen über rote Ampeln und gefährden damit Spaziergänger.

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"Es ist nicht ungewöhnlich, dass die 'Tour de France'-Leute, mit ihren 3000 US-Dollar Rädern und 500 US-Dollar teuren Plastik-Hosen, mit 45 bis 53 Kilometern pro Stunde über die Zebrastreifen brettern, sogar wenn sie eine rote Ampel haben", sagte der US-Amerikaner gegenüber der Zeitung.

"Wenn man dort über die Straße geht und diese Tour de France Leute an dir vorbeifliegen, nennen sie dich oft das 'Ar***loch', aber wenn man etwas zurücksagen will, sind sie schon weit weg", fuhr Dewald fort. "Das Megafon behebt dieses Problem."

Dewald sorgt sich besonders um das Wohl der Kinder

Dewald sagt, dass die Radfahrer ein echtes Problem für die Sicherheit aller Parkbesucher und -besucherinnen sind. (Symbolbild)
Dewald sagt, dass die Radfahrer ein echtes Problem für die Sicherheit aller Parkbesucher und -besucherinnen sind. (Symbolbild)  © tiagofernandezphotography/123RF

Der Anfang seiner Kampagne gegen die gefährlichen Radfahrer begann friedlich. Zunächst spielte er "Stop in the Name of Love" und Aretha Franklis "Respect".

Als dies aber keine Auswirkungen hatte, tauschte er die Lieder gegen eine Aufnahme von Kevin Kline aus. Dafür nahm er einen Clip aus dem Film "Ein Fisch namens Wanda", wo Kline das Wort "Ar***loch!" ruft.

Seine Anstrengungen, New Yorks Verkehr sicherer zu gestalten, sind nicht ganz ungefährlich für ihn selbst. "Ich wurde schon von ein paar Männern angegriffen", meinte er.

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"Ein Mann warf eine Flasche nach mir. Ein anderer schlug mir das Megafon aus der Hand."

Obwohl er unter anderem mit einem viralen Post auf Instagram schon viel Aufsehen erregt hat, hat sich an seiner Kreuzung bisher noch nichts verändert.

Dewald möchte unter anderem gern bessere Kontrollen, Abgrenzungen zwischen den Fahrrad- und Fußwegen und Rüttelstreifen für Fahrradfahrer dort sehen. Die Kreuzung, an der er sich positioniert hat, ist ihm besonders wichtig, da ein Jugendverein und eine Schule in unmittelbarer Nähe sind.

"Wir befinden uns auf dünnem Eis", sagte der US-Amerikaner. "Wenn wir nicht etwas an dem Verkehr hier ändern, werden Kinder verletzt werden oder sogar ums Leben kommen."

Titelfoto: tiagofernandezphotography/123RF @whatisnewyork/Instagram

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