Peinlicher Fehler: TV-Sender fällt auf Highschool rein

USA - 58:0! Das war der Endstand in einem landesweit ausgestrahlten Highschool-Football-Spiel des Senders ESPN. Dann stellte sich heraus, dass die Verlierer-Mannschaft zuvor ein wenig geflunkert hatte...

Kein guter Fang: Der TV-Sender ESPN hat sich in der Spielauswahl täuschen lassen. (Symbolbild)
Kein guter Fang: Der TV-Sender ESPN hat sich in der Spielauswahl täuschen lassen. (Symbolbild)  © Bill Kostroun/AP/dpa

Wenn der sportbegeisterte US-Amerikaner sein TV-Gerät einschaltet, erwartet er für gewöhnlich einen spannenden Schlagabtausch. Der Sender ESPN bot seinen Zuschauern am 30. August jedoch das genaue Gegenteil.

Die IMG Academy, ein Schwergewicht im Highschool-Sport, das regelmäßig Spieler in der NBA, NFL und MLB hervorbringt, trat gegen das unbekannte Bishop Sycamore aus Ohio an.

Schon vor der Halbzeit führte der Favorit mit 30:0 und langsam dämmerte allen Anwesenden, dass hier irgendwas faul sein muss.

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So wetterten die hauseigenen Kommentatoren des Fernsehsenders, Anish Shroff (39) und Tom Luginbill (47), gegen ihren Arbeitgeber und die Spielansetzung.

Die unbekannte Schule hatte dem Sender anscheinend aufgetischt, einige große Talente mit Profi-Perspektive in der Mannschaft zu haben. Daraufhin buchte das renommierte Medienimperium ESPN die Begegnung für die landesweite Übertragung.

Wohl in Erwartung eines ausgeglichenen und hochklassigen Kräftemessens inklusive zahlreicher zukünftiger NFL-Stars, doch daraus wurde nichts.

Aufgrund des krassen Qualitätsunterschiedes waren die medialen Begleiter schwer enttäuscht und eher um die Gesundheit der jungen Sportler besorgt.

ESPN überprüft nicht, der Gouverneur ermittelt

Wie konnte es also zu einem solchen Irrtum kommen? Offenbar hat die TV-Anstalt die Angaben der Bildungseinrichtung nicht kontrolliert, sondern alles einer Agentur, der Paragon Marketing Group, überlassen.

Diese behauptet Bishop Sycamore hätte bei der Auflistung ihrer Spieler gelogen, der tatsächliche Kader sah letztendlich ganz anders aus.

"Wir bereuen was passiert ist und haben mit Paragon darüber gesprochen, welches die Mehrheit unserer Highschool-Events handhabt. Sie werden in Zukunft sicherstellen, dass so eine Situation nicht erneut vorkommt", erklärte ESPN gegenüber Yahoo Sports.

Bei dem tapferen Kontrahenten soll es sich außerdem um eine Privatschule handeln, die nur online unterrichtet. Fehlen soll auch eine offizielle Adresse, nur ein Postfach existiert.

Football spielen die Schüler aber tatsächlich: Letzte Saison verloren sie alle sechs Partien mit einem Gesamtpunktestand von 42:227.

Mike DeWine (74), der republikanische Gouverneur von Ohio, hat Ermittlungen eingeleitet und möchte den Fall unter die Lupe nehmen.

Titelfoto: Bill Kostroun/AP/dpa

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