QAnon-Bewegung: Hat sich "Q" versehentlich selbst verraten?

USA - Die QAnon-Bewegung zählt in den USA mittlerweile als eine der größten nationalen Bedrohungen. Eine neue Dokumentation hat sich den Verschwörungstheoretikern nun angenommen - und will dabei ihren mysteriösen Anführer "Q" selbst dazu gebracht haben, versehentlich seine Identität zu verraten.

Seinen Anhängern zufolge ist "Q" ein hochrangiges Mitglied, der ehemaligen Trump-Administration. Eine Doku könnte nun die Ware Identität der mysteriösen Figur enthüllt haben.
Seinen Anhängern zufolge ist "Q" ein hochrangiges Mitglied, der ehemaligen Trump-Administration. Eine Doku könnte nun die Ware Identität der mysteriösen Figur enthüllt haben.  © Fabian Strauch/dpa

Sie glauben an einen sogenannten "Deep State" und daran, dass eine einflussreiche, satanische Elite Kinder entführt, sie foltert und tötet, um aus ihrem "Adrenalin-gefüllten" Blut eine Verjüngungsdroge zu gewinnen.

Seit ihrer Entstehung im Jahr 2017 hat sich die QAnon-Bewegung mit ihren bizarren Verschwörungstheorien zu einer der größten nationalen Bedrohungen der USA entwickelt. Ihre Anhänger waren am Sturm auf das Kapitol im Januar beteiligt, in Netzwerken wie "8chan" oder "Parler" beschwören sie immer wieder den großen Umsturz herauf, den ihr "Heilsbringer Donald Trump" (74) für sie vorgesehen hat.

Der Anführer der Bewegung, der sogenannte "Q", blieb dabei stets ein Mysterium. Bis jetzt.

Denn eine neue US-Doku mit dem Namen "Q: Into the Storm" will nun die Identität des geheimnisvollen Strippenziehers enthüllt haben - und das sogar, indem er sich selbst verriet.

"Q": Doch kein Mitglied der Trump-Regierung

Der wohl bekannteste Anhänger der bizarren Bewegung: Der sogenannte QAnon-Schamane erlangte weltweite Bekanntschaft, als er am Sturm auf das US-Kapitol teilnahm.
Der wohl bekannteste Anhänger der bizarren Bewegung: Der sogenannte QAnon-Schamane erlangte weltweite Bekanntschaft, als er am Sturm auf das US-Kapitol teilnahm.  © Dario Lopez-Mills/AP/dpa

So berichtet "Vice", dass in einer der letzten Szenen der Doku Ron Watkins, der Gründer des Alt-Right-Netzwerks "8kun", versehentlich zugibt, auf seiner Plattform als "Q" Inhalte gepostet zu haben.

QAnon-Anhänger glauben, dass sich hinter ihrem Anführer ein hochrangiges Mitglied der ehemaligen Trump-Administration verbirgt, das in den vergangenen Jahren streng geheime Informationen in der Form von nahezu 5000 Nachrichten verbreitete.

Veröffentlicht wurden die Nachrichten hauptsächlich auf "8chan", welches Rons Vater Jim Watkins gehört. "Vice" zufolge war Ron für die Plattform tätig, bevor er sein eigenes Netzwerk "8kun" gründete.

Zwar könne die Doku nicht felsenfest die Identität von "Q" nachweisen, auch habe Ron seine Äußerungen bereits widerrufen.

Wissenschaftler, die die Bewegung untersuchen, seien sich jedoch einig, dass es nur wenige andere Menschen gebe, die den Willen und die Möglichkeiten hätten, die "Q"-Nachrichten zu veröffentlichen.

Titelfoto: Fabian Strauch/dpa

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