Schüler (8) nimmt Waffe seiner Mutter mit in die Schule: Plötzlich löst sich ein Schuss

Chicago (USA) - Knapp daneben ist glücklicherweise vorbei! Eine Mutter in den USA wird wegen Kindesgefährdung angeklagt, nachdem sich eine Waffe in dem Rucksack ihres Zweitklässlers aus Versehen entlud und einen Jungen verletzte.

Ein Zweitklässler nahm in Chicago eine Waffe mit zur Schule, wodurch ein Klassenkamerad aus Versehen verletzt wurde. (Symbolbild)
Ein Zweitklässler nahm in Chicago eine Waffe mit zur Schule, wodurch ein Klassenkamerad aus Versehen verletzt wurde. (Symbolbild)  © gorodenkoff/123RF

Die örtliche Polizei berichtete am Mittwoch, dass eine Mutter im US-Bundesstaat Illinois vor Gericht erscheinen musste, da ihre Waffe einen Klassenkameraden ihres Sohnes aus Versehen verletzte.

Der Achtjährige fand die Schusswaffe angeblich unter dem Bett seiner Mutter, berichtete abc News. Er packte diese in seinen Rucksack und nahm sie am Dienstagmorgen mit in die Walt Disney Magnet School.

Laut der Staatsanwaltschaft entlud sich die Pistole kurz vor 10 Uhr unbeabsichtigt während der Unterrichtsstunde aus dem Rucksack.

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Die Kugel prallte angeblich am Boden ab und verletzte einen Mitschüler am Bauch. Der Siebenjährige wurde daraufhin ins Krankenhaus gebracht.

In einer E-Mail an die Elternschaft beschrieb der Schulleiter den Vorfall allerdings anders. Er schrieb, dass der Schuss "Trümmer in dem Klassenzimmer ihres Kindes freisetzte, welches ein Mitglied unserer Schulgemeinde traf und kleine Kratzer verursachte".

Nach dem Schuss schnappte sich ein Lehrer den Rucksack und übergab ihn an Sicherheitsbeamte der Schule, die eine Glock-19, eine halbautomatische Pistole, darin entdeckten.

Richter sieht grobe Fahrlässigkeit bei der Mutter

Gewalt durch Schusswaffen nimmt in den USA seit Jahren zu. (Symbolbild)
Gewalt durch Schusswaffen nimmt in den USA seit Jahren zu. (Symbolbild)  © pingpong56/123RF

Der Anwalt der 28-Jährigen bestätigte, dass sie die Waffe sicherer vor ihrem Sohn hätte verstauen sollen. Allerdings betonte er auch, dass sie den Vorfall nicht geplant hatte und alles unbeabsichtigt passiert war.

Außerdem besitzt sie für die Pistole einen gültigen Waffenschein.

Der Richter Michael Hogan war von diesem Argument aber unbeeindruckt. "Auch wenn es keine beabsichtigte Tat war, handelt es sich in diesem Fall um extreme Fahrlässigkeit", sagte er.

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"Wir sind Zoll, vielleicht sogar nur Zentimeter von einem sehr anderen Fall und einer sehr anderen Tragödie entfernt."

Solche Vorfälle sind in den USA leider keine Seltenheit. Vergangenen Dezember nahm ein Zweitklässler in St. Louis eine Waffe mit zur Schule. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

Am Montag wurde in einer Kirche im US-Bundesstaat Kalifornien ein Mann mit einer Schusswaffe getötet, weitere Menschen wurden verletzt.

Titelfoto: gorodenkoff/123RF pingpong56/123RF

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