Verdächtiger nach Schüssen in New Yorker U-Bahn festgenommen: "Wir haben ihn"

New York - Nach dem dramatischen Vorfall mit Schüssen und 23 Verletzten in der New Yorker U-Bahn konnte der Täter zunächst fliehen. Jetzt hat die Polizei aber einen Verdächtigen festgenommen.

Unzählige Polizisten waren im Stadtteil Brooklyn im Einsatz und fahndeten nach dem Täter.
Unzählige Polizisten waren im Stadtteil Brooklyn im Einsatz und fahndeten nach dem Täter.  © Bruce Cotler/ZUMA Press Wire/dpa

Der Tatverdächtige sei am Mittwoch in New York gefasst worden, teilten die Behörden bei einer Pressekonferenz mit. "Wir haben ihn", sagte New Yorks Bürgermeister Eric Adams (61). Nach dem 62-Jährigen war zuvor stundenlang gesucht worden.

Bei dem Vorfall hatte ein Mann ersten Erkenntnissen zufolge am Dienstagmorgen während der Hauptverkehrszeit in einer U-Bahn im New Yorker Stadtteil Brooklyn das Feuer eröffnet.

Der Täter habe im zweiten Wagen eines Zugs der Linie N auf dem Weg nach Manhattan zwischen der Station 59 St und 36 St in einer hinteren Ecke gesessen. Er habe eine orange-grüne Bauarbeiter-Weste, eine Corona-Schutzmaske, einen grauen Kapuzen-Pullover und einen neon-grünen Bauarbeiter-Helm getragen.

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Er habe sich dann eine Art Gasmaske übergezogen, zwei Kanister geöffnet, aus denen Rauch oder Nebel strömte, und dann das Feuer eröffnet. Insgesamt schoss er Polizeiangaben zufolge 33 mal.

Dem mutmaßlichen Täter droht lebenslange Haft

Die U-Bahn-Station 36th Street im New Yorker Stadtteil Brooklyn, wo mehrere Menschen bei Schüssen verletzt wurden. Nun haben die Beamten einen Tatverdächtigen gefasst.
Die U-Bahn-Station 36th Street im New Yorker Stadtteil Brooklyn, wo mehrere Menschen bei Schüssen verletzt wurden. Nun haben die Beamten einen Tatverdächtigen gefasst.  © John Minchillo/AP/dpa

Mindestens 23 Menschen wurden verletzt - zehn durch Schüsse, 13 bei der danach ausgebrochenen Panik oder durch eine Rauchvergiftung. Keiner von ihnen befand sich in Lebensgefahr.

Der Schütze konnte zunächst fliehen - wie ihm das gelang und auch sein Motiv waren nach Polizeiangaben zunächst noch völlig unklar. Als terroristischer Akt wurde der Vorfall zunächst nicht untersucht.

Am Tatort wurden unter anderem eine halbautomatische Handfeuerwaffe, mehrere Magazine und eine kleine Axt gefunden. Außerdem sei eine Flüssigkeit sichergestellt worden, bei der es sich mutmaßlich um Benzin handele sowie ein Beutel mit Feuerwerkskörpern.

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Der in Manhattan festgenommene Verdächtige soll bereits am heutigen Donnerstag an einem Gericht im Stadtteil Brooklyn Richterin Roanne Mann vorgeführt werden und wegen einer "terroristischen oder anderen gewaltsamen Attacke" auf den öffentlichen Nahverkehr angeklagt werden.

Bei einer Verurteilung droht dem Mann eine lebenslange Haftstrafe.

Titelfoto: Bruce Cotler/ZUMA Press Wire/dpa

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