Wegen falscher McDonald's-Bestellung: Vater lässt Sohn (4) auf Polizei schießen

Salt Lake City - Weil er eine falsche Bestellung von einer Fast-Food-Kette bekam, griff ein Mann zu seiner Waffe. Doch anstatt selbst abzudrücken, wies er seinen Sohn (4) an, zu schießen - und der gehorchte!

Im Drive-in griff der 27-jährige Vater zur Waffe und zielte auf den Mitarbeiter von McDonald's.
Im Drive-in griff der 27-jährige Vater zur Waffe und zielte auf den Mitarbeiter von McDonald's.  © 123rf/jpkirakun

Am vergangenen Montag um 13.30 Uhr hielt der 27-Jährige mit seinem vierjährigen Sohn und seiner drei Jahre alten Tochter bei McDonald's im Stadtteil Midvale in Salt Lake City. Am Drive-in gab er seine Bestellung auf.

Laut Guardian verwechselte der Angestellte des Fast-Food-Unternehmens offenbar ein Menü und überreichte dem Mann das falsche Essen.

Daraufhin soll der 27-Jährige durchgedreht sein, eine Waffe gezückt und damit auf die Person hinter dem Fenster gezielt haben.

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Dabei forderte er, dass er seine eigentliche Bestellung sofort erhalten wolle.

Die verängstigten Mitarbeiter baten den zweifachen Vater daraufhin, nach vorn in den Wartebereich zu fahren und dort auf sein Essen zu warten. In der Zwischenzeit alarmierten sie die Polizei.

Weil er der Aufforderung, aus seinem Wagen auszusteigen, nicht nachkam, entschieden sich die Beamten für einen anderen Weg: "Da wir wussten, dass er bewaffnet war, wurde er so schnell wie möglich aus dem Auto geholt", berichtet Sheriff Rosie Rivera.

Vater soll Schießbefehl an Vierjährigen gegeben haben

Während die Polizisten den Mann abführten, blickte einer von ihnen noch einmal zurück und bemerkte, dass aus dem Fenster vom Rücksitz aus eine Waffe auf ihn gerichtet wurde.

Zwar gelang es dem Gesetzeshüter, den Lauf zur Seite zu drücken. Ein Schuss fiel dennoch! Die Kugel streifte den Beamten und verletzte ihn leicht, bevor sie ein Ladenschild des Restaurants durchschlug.

Ein Zeuge, der das Szenario beobachtet hatte, ist überzeugt, dass der Vater seinem Sohn zurief, er solle den Abzug drücken.

"Ich habe in 28 Dienstjahren nie so etwas erlebt", sagt Rivera. "Das ist ein trauriger Tag für die Polizei und unsere Gemeinschaft. Dass ein Vater glaubt, es sei ok, einen Vierjährigen dazu zu bringen, auf die Polizei zu schießen, zeigt, wie weit es mit dem Feldzug gegen die Polizei schon gekommen ist."

Der Waffenbesitzer wurde wegen Verwendung einer tödlichen Waffe und Kindesmisshandlung verhaftet. Sein Sohn und seine Tochter kamen in Obhut der Behörden.

Titelfoto: 123rf/ jpkirakun

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