Weil es niemand lesen wollte: Trump nimmt seinen Blog schon wieder vom Netz

Palm Beach - Einen Monat währte das Projekt nur, dann hatte er offenbar genug: Am Mittwoch gab Ex-US-Präsident Donald Trump (74) das Ende seines Internet-Blogs "From the Desk of Donald J. Trump" bekannt. Einem Medienbericht zufolge war der ehemalige Reality-TV-Star frustriert, weil sich kaum jemand für den Auftritt interessierte.

Da war der Abschied auch schon wieder gekommen: Donald Trump (74) gab am Mittwoch das Ende seines Internet-Blogs an.
Da war der Abschied auch schon wieder gekommen: Donald Trump (74) gab am Mittwoch das Ende seines Internet-Blogs an.  © Evan Vucci/AP/dpa

Der Anfang Mai gestartete Blog-Bereich auf Donald Trumps Website ist nicht mehr zugänglich. Wie Trumps Mitarbeiter Jason Miller (geboren 1975) am Mittwoch via Twitter bestätigte, hat sich der ehemalige US-Präsident bereits nach wenigen Wochen wieder von dem Projekt verabschiedet.

Trumps Blog war als Notlösung entstanden. Die großen Plattformen Facebook, Twitter und YouTube hatten ihn im Januar von ihren Seiten verbannt. Auslöser waren Trumps haltlose Behauptungen über Wahlbetrug sowie die Erstürmung des US-Kapitols durch seine Anhänger - und dass er Sympathie für die Angreifer bekundete.

Wie die "New York Times" berichtet, war der Blog zunächst Trump-typisch mit jeder Menge Tamtam gegründet worden. "In einer Zeit des Stillschweigens und der Lügen erhebt sich ein Leuchtfeuer der Freiheit", habe es zunächst in einem Ankündigungsvideo geheißen.

Noch am vergangenen Sonntag hatten in einer Rundmail an Trump-Anhänger gestanden, der Ex-Präsident habe mit dem Blog-Bereich die "beherzte Rückkehr in die sozialen Medien" vollbracht.

Trump soll wieder einmal frustriert gewesen sein

Der Start des neuen Trump-Auftritts war zunächst groß angekündigt worden. Das Interesse an dem Block soll jedoch gering gewesen sein.
Der Start des neuen Trump-Auftritts war zunächst groß angekündigt worden. Das Interesse an dem Block soll jedoch gering gewesen sein.  © Alex Brandon/AP/dpa

Die Realität soll indes wieder einmal anders ausgesehen haben. So berichtete die "Washington Post" bereits im vergangenen Monat, dass sich praktisch niemand für den Auftritt interessiere.

Trump soll schließlich frustriert darüber gewesen sein, nachdem er von Freunden gesagt bekommen hatte, dass das Interesse gering sei und die Seite ihn klein und irrelevant erscheinen lasse. Nun war damit Schluss.

Trump selbst befeuert seit Längerem Spekulationen, er könnte eine eigene Online-Plattform starten. Sein Mitarbeiter Jason Miller deutete am Mittwoch an, der ehemalige Reality-TV-Star wolle bald an anderer Stelle wieder in sozialen Medien aktiv werden.

Konkrete Infos zu diesen Vorhaben gab es bislang allerdings nicht.

Titelfoto: Evan Vucci/AP/dpa

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