Knast: Vergewaltiger (18) wird von eigenen Eltern zur Polizei gebracht

Pontypool (Großbritannien) - Der Brite Jack Evans (18) wog sich wohl zunächst in Sicherheit. Er hatte eine Frau vergewaltigt. Dann kamen ihm seine Eltern auf die Schliche. 

Jack Evans (18) wurde zu einer Haftstrafe verurteilt. (Symbolbild)
Jack Evans (18) wurde zu einer Haftstrafe verurteilt. (Symbolbild)  © 123Rf/Sakhorn Saengtongsamarnsin

Aber was war eigentlich passiert? Wie die "Daily Mail" berichtet, kamen sich Jack Evans und sein Opfer während der Tatnacht zunächst einvernehmlich näher, heißt es in dem Geständnis des Teenagers.

Kurz bevor es zum "Akt" kam, änderte die junge Frau jedoch ihre Meinung und schubste ihn von sich weg. Sie wollte ihre Jungfräulichkeit nicht an den damals 17-Jährigen verlieren. Trotz ihrer Bitte aufzuhören, reagierte Jack nicht, machte weiter und vergewaltigte sie. Das war im Januar 2019.

Zwei Monate später entschuldigte er sich bei seinem Opfer mit einer Textnachricht. Er habe etwas falsch gemacht, soll er geschrieben haben. Sie selbst hatte der Polizei bis dahin nichts erzählt. 

Dank seiner Eltern musste er sich, obwohl das Opfer ihn nicht angezeigt hatte, jetzt doch vor einem Gericht verantworten. 

Kurz nachdem er seine Entschuldigung abgeschickt hatte, fanden sein Vater Jonathan Evans (47) und seine Stiefmutter Sarah Morris (47) die Nachricht und forderten ihren Sohn dazu auf, das Richtige zu tun: zur Polizei zu gehen und die Tat zu gestehen. 

Genau das passierte dann auch. Familie hin oder her. Jack ging, in Begleitung seiner Stiefmutter und seines Vaters, zu einer Polizeistation und erzählte, was er seinem Opfer angetan hatte.

Die Beamten befragten anschließend die junge Frau, die das Geschehene bestätigte. Der jetzt 18-Jährige wurde angeklagt. 

Das Urteil gegen Jack Evans

Jetzt kam es zur Verhandlung. Jack Evans Verteidiger Gareth Williams forderte vor Gericht, wegen der "außergewöhnlichen Umstände", eine Bewährungsstrafe, heißt es. Schließlich hatte er seine Tat zugegeben, so eines der Argumente für ein mildes Urteil. 

Das sah Richterin Tracey Lloyd-Clarke allerdings anders und verurteilte ihn zu einer Gefängnisstrafe. Zwei Jahre Jugendgefängnis und eine Registrierung als Sexualstraftäter. 

Sein Vater steht, trotz allem, weiter hinter seinem Sohn. Sobald Jack aus der Haft entlassen wird, soll er in seinem Software-Engineering-Unternehmen anfangen.

Titelfoto: 123Rf/Sakhorn Saengtongsamarnsin

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