Verzweifelte Mutter soll Kind sterben lassen, falls es Corona bekommt

Großbritannien - Die Mutter Margaret Ates-Suddes (32) hat von ihrem Facharzt eine unglaubliche Bitte erhalten. Sie soll ihrem 11-jährigen Sohn Wiederbelebungsmaßnahmen verweigern, falls dieser an Corona erkranken sollte.

Ilhan leidet unter dem bösartigen Tumor. Und muss viel Chemotherapie über sich ergehen lassen.
Ilhan leidet unter dem bösartigen Tumor. Und muss viel Chemotherapie über sich ergehen lassen.  © JustGiving/IlhanCancerTreatmentFund

Der 11-jährige Ilhan Ates-Suddes ist ein kleiner Kämpfer. Seit Jahren lebt er mit dem seltenen Tumor Fibrosarkom. 

Wie der Sunday Mirror berichtet, hat Ilhan dadurch eine schwierige Hauterkrankung, er muss speziell ernährt werden und besitzt ein Loch in seiner Luftröhre.

Aufgrund des Tumors ist Ilhan besonders anfällig dafür, an den Folgen des Coronavirus zu sterben. 

Als wäre diese Angst für seine Mutter Margaret nicht schon schlimm genug, muss sie sich nun schier unglaubliches von ihrem Chirurgen anhören lassen.

Denn dieser bat sie, eine Patientenverfügung zu unterschreiben. 

Diese gibt medizinischen Angestellten die Erlaubnis, Wiederbelebungsmaßnahmen für Ilhan zu unterlassen.  Die Verfügung sei für den Fall gedacht, dass Ilhan das Coronavirus bekommt und in das Krankenhaus muss.

Margaret und ihre gesamte Familie sind von dieser Aufforderung geschockt. Sie sagt: "Niemand hat das Recht, darüber zu entscheiden, ob jemand es wert ist, Wiederbelebungsmaßnahmen zu erhalten oder nicht. Ilhan ist ein Kämpfer, er war es schon immer."

Mehrere Familien berichten ähnliche Anfragen

Ilhan im Alter von sechs Jahren. Seine Krankheit ist leider sehr kostenintensiv.
Ilhan im Alter von sechs Jahren. Seine Krankheit ist leider sehr kostenintensiv.  © godunfme/IlhansDisneylandCollection

Margaret ist damit nicht die einzige. Berichten der Daily Mirror zufolge, wurde ein 16-Jähriger (Name nicht bekannt) ebenfalls dazu aufgefordert, auf Wiederbelebungsmaßnahmen zu verzichten. 

Der Teenager kann in seinem Alter selbst über die Unterzeichnung der Verfügung entscheiden. Er hat bereits Asthma und das Ehlers-Danlos-Syndrom, eine angeborene Störung im Bindegewebe.

Die Mutter des Jungen sagte: "Die Chirurgie rief an und fragte, ob wir noch genügend Asthma-Packs haben. Dann fragten sie ihn, ob er die Verfügung unterzeichnen würde. Er fragte, was das bedeutet, und als sie es ihm erklärten sagte er: Hölle, nein, ich bin  doch erst 16!"

"Mein Sohn ist dabei seinen Abschluss zu machen. Wie kann sein Leben nichts wert sein? Er denkt nun, dass die Regierung ihn tot sehen möchte."

Auch die 61-jährige Elizabeth wurde von ihrem Arzt zur Unterzeichnung des Formulars aufgefordert. Sie sagt, dass sie sich nun wertlos und als Bürde der Gesellschaft empfindet.

Die Briefe, welche von den Ärzten mit den Verfügungen versendet werden, sorgen für viel Gesprächsbedarf. Schon jetzt sind es schwierige Zeiten für Eltern und erwachsene Menschen, welche leicht anfällig sind. 

In diesen Umständen unter solchen Druck gesetzt zu werden, ist komplett unangemessen.

Titelfoto: JustGiving/IlhanCancerTreatmentFund

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