Vier Unwetter-Tote: Starkregen fordert auch in Belgien Menschenleben!

Von Marek Majewsky

Brüssel - Im Zusammenhang mit schweren Unwettern im Osten Belgiens sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen.

Ein Auto wird von den Wassermassen auf einer überfluteten Straße durch einen Zaun mitgerissen. Teile von Belgien wurden von starken Regenfällen heimgesucht.
Ein Auto wird von den Wassermassen auf einer überfluteten Straße durch einen Zaun mitgerissen. Teile von Belgien wurden von starken Regenfällen heimgesucht.  © Valentin Bianchi/AP/dpa

Das berichtete die Nachrichtenagentur Belga am Donnerstag unter Berufung auf die zuständige Staatsanwaltschaft. Die Leichen seien im Bezirk Verviers gefunden worden. Die Identität der Opfer sei noch nicht geklärt. Bereits am Morgen gab es Berichte über zwei Tote. Ob die nun vier gefundenen Leichen zu diesen zählen, war zunächst unklar.

Der öffentlich rechtliche Sender RTBF berichtete unter Berufung auf die Gouverneurin Catherine Delcourt, die beiden Toten seien in der Provinz Lüttich ums Leben gekommen.

Die Fundorte liegen Medienberichten zufolge im Bezirk Verviers, der zur Provinz Lüttich gehört. Laut Grenzecho starb im belgischen Eupen in der Nähe von Aachen ein 22-Jähriger.

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"Wie von offizieller Seite bestätigt wurde, ist der junge Mann im Eupener Ortsteil Nispert mit einem Schwimmreifen in den reißenden Stadtbach gesprungen und wurde seitdem vermisst", heißt es in dem Bericht. Rettungskräfte hätten seine Leiche gefunden.

In Limburg sind nach Angaben der Bürgermeisterin knapp 3000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Manche Orte könnten wegen zu starker Strömung nicht einmal per Boot erreicht werden, Hubschrauber könnten wegen des Wetters nicht eingesetzt werden.

EU-Länder sagen Unterstützung zu

Ministerpräsident Alexander De Croo (45) schrieb auf Twitter: "Belgien steht vor noch nie da gewesenen Regenfällen." Mithilfe von Innen- und Verteidigungsministerium sollen alle Rettungsdienste mobilisiert werden. Belgien erhalte internationale Unterstützung.

Die EU-Kommission teilte mit, dass als Teil einer Sofortreaktion ein Rettungsteam und ein Hubschrauber aus Frankreich mobilisiert worden seien. Auch Italien und Österreich hätten Hilfe angeboten.

Der Einsatz werde von der Kommission koordiniert und bis zu 75 Prozent der Transportkosten übernommen.

Titelfoto: Valentin Bianchi/AP/dpa

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