Was dieser Astronaut im All veranstaltet, wäre vielen nie in den Sinn gekommen

Paris - Der Astronaut Thomas Pesquet (43) flog ins All, und begeisterte viele mit seiner einzigartigen Idee, ein Diktat im All zu machen.

Er wollte der Erste sein: Astronaut Thomas Pesquet veranstaltete ein Diktat im All.
Er wollte der Erste sein: Astronaut Thomas Pesquet veranstaltete ein Diktat im All.  © Stephane Corvaja/ESA/PA Media/dpa

Diktate kennt man aus der Grundschule: Zuhören, Mitschreiben, und hoffentlich keine Rechtschreibfehler.

In Frankreich ist das Diktat sogar eine Art Nationalsport. Auf 400 Kilometern Höhe hat aber wohl noch nie jemand auf korrektes Nachschreiben geachtet.

Der französische Astronaut Thomas Pesquet (43) wollte zumindest in dieser Hinsicht der Erste sein.

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In einer Live-Übertragung hat er einen Text zum Mitschreiben der Schriftstellerin Marguerite Duras an Bord der Weltraumstation ISS vorgelesen.

Das Diktat, an dem mehrere Hundert Personen teilgenommen haben, fand am Samstag im Luft- und Raumfahrtmuseum in Bourget bei Paris statt.

Bei dem Text handelte es sich um einen Auszug aus dem Roman "Damm gegen den Pazifik". Pesquet befindet sich seit April an Bord der ISS, die in ca. 400 Kilometern Höhe die Erde umkreist.

Andere bekannte Rechtschreibwettbewerbe sind das Diktat für Tulpen. Legendär ist auch das das Goldene Diktat, das von Frankreichs Literaturpapst Bernard Pivot 1985 ins Leben gerufen wurde und jährlich bis 2005 stattfand. Die kniffligen Texte für Viertel-, Halb- und Endfinale wurden von einer Sprachwissenschaftlerin und von Pivot selbst verfasst.

Mal sehen, wie lange man in Frankreich noch über das Diktat aus dem All reden wird...

Titelfoto: Stephane Corvaja/ESA/PA Media/dpa

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