Weil er schwul war? Nachbarn sollen Mann (†29) mit Benzin übergossen und angezündet haben!

Tukum - Musste er sterben, weil er schwul war? Normunds Kindzulis (†29) erlag seinen Verletzungen, nachdem seine Kleidung von einem Nachbarn mit brennbarer Flüssigkeit übergossen und anschließend angezündet worden sein soll.

Normunds Kindzulis (†29) erlag am 29. April seinen schweren Verletzungen.
Normunds Kindzulis (†29) erlag am 29. April seinen schweren Verletzungen.  © Screenshot/Instagram/Normunds Kindzulis

Die abscheuliche Tat habe sich laut Pink News bereits am Freitag, den 23. April, ereignet. Der 29-Jährige soll mit seinen Nachbarn, die ihn offenbar regelmäßig bedrohten, in Streit geraten sein.

Dann sei die Situation eskaliert, die Nachbarn hätten die Kleidung von Kindzulis mit Benzin übergossen und dann angezündet. Der Lette habe bei dem Angriff schwere Verletzungen davon getragen. Rund 85 Prozent seines Körper seien verbrannt worden.

Ein anderer, ebenfalls homosexueller Mann, soll auch durch das Feuer verletzt worden sein, nachdem er Kindzulis aus den Flammen retten wollte. Ob es sich bei ihm um seinen Partner handelte, ist nicht klar.

Nun gab die European Pride Organisers Association auf Twitter bekannt, dass Normunds Kindzulis am 29. April seinen Verletzungen erlegen sei.

In diesem hieß es, dass der junge Mann "ein Opfer eines homophoben Brandanschlags" war.

Fall von Normunds Kindzulis löst Welle der Empörung in Lettland aus

In der Vergangenheit soll der verstorbene Lette, der als Sanitäter arbeitete, mehrere Morddrohungen erhalten haben.

Deshalb sei er in das 70 Kilometer von Riga entfernte Tukum geflohen, um ein "normales" Leben führen zu können. Doch auch hier wurde es ihm offensichtlich nicht leicht gemacht. Mindestens viermal soll der 29-Jährige körperlich angegriffen worden sein.

Mit den Nachbarn habe es immer wieder Streit gegeben. Der ebenfalls durch das Feuer verletzte Mann erzählte gegenüber Tukums Independent News: "Wir haben die Drohungen sowohl der Polizei als auch dem Arbeitsplatz des Nachbarn gemeldet. Aber es gab keine Reaktion."

Der grausame Fall hat eine große Welle der Empörung im Land ausgelöst. Selbst Lettlands Präsident Egils Levits (65) meldete sich auf Twitter zu Wort und schrieb, dass "es keinen Platz für Hass in Lettland gibt".

Titelfoto: Screenshot/Instagram/Normunds Kindzulis

Mehr zum Thema Aus aller Welt:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0