Weil er über Jesus sprach: Busfahrer gefeuert!

Tel Aviv - Ein israelischer Busfahrer wurde entlassen, weil er über Jesus gesprochen hatte

In Israel sprach ein Busfahrer über Jesus. Das gefiel nicht jedem Fahrgast und hatte für den Fahrer Folgen. (Symbolbild)
In Israel sprach ein Busfahrer über Jesus. Das gefiel nicht jedem Fahrgast und hatte für den Fahrer Folgen. (Symbolbild)  © 123rf.com/Jose Maria Hernandez

Wie "israel today" berichtet, tauchte Anfang Juni ein kurzes Video in den hebräischsprachigen sozialen Medien auf, das nun einem Mann zum Verhängnis wurde.

Zu sehen war, dass ein Busfahrer das Evangelium predigte und darüber redete, wie Jesus gerettet wurde. Außerdem stehe der Glaube an ihn im Einklang mit dem jüdischen Glauben.

"Es ist nicht das Tanakh (Altes Testament) und das Neue Testament. Sie sind eins. Wenn Sie es lesen, vervollständigt eines das andere. Und dann erkennen Sie, dass alles vom Heiligen Geist kommt", predigte der Fahrer.

Später machte er auch zum Teil abfällige Bemerkungen über den islamischen Propheten Mohammed.

Einige Fahrgäste forderten den Busfahrer schließlich auf, mit dem Gerede aufzuhören. Doch er war fest entschlossen, das Wort Gottes zu verkünden und meinte, dass diejenigen, die nicht hören wollen, "bitte Kopfhörer aufsetzen". 

Ein Passagier ärgerte sich über die "missionarische Tätigkeit" ganz besonders.

Hat er gegen das Gesetz verstoßen?

Er war nämlich der Meinung, dass das Teilen des Glaubens an Jesus verboten sei und der Fahrer damit gegen das Gesetz verstoßen habe, weil auch Kinder im Bus waren.

"Tatsächlich ist es in Israel nicht illegal, seinen Glauben öffentlich zu teilen, egal was es sein mag. Es ist aber illegal, Minderjährige gezielt zur Bekehrung zu bewegen", heißt es bei "israel today".

Trotzdem steht der Mann mit seiner Sicht auf das Geschehene so ziemlich alleine da. Denn ein großer Teil der Israelis ist sehr offen und stehe hinter dem Busfahrer. 

Viele sehen auch keinen Unterschied zwischen jemandem, der Jesus verkündet und jenen, die wie ein Rabbiner predigen.

Arbeitgeber reagierte nun auf die Vorwürfe

Einige Kommentatoren brachten es bei YouTube auf den Punkt: "Es ist interessant, dass der Muezzin jeden Tag rufen kann, damit jeder es hört, auch Kinder, und alle finden es normal." Oder: "Ich dachte, es gibt Rede- und Religionsfreiheit in Israel." Und: "100% legal. Jeder Bürger hat das Recht auf seinen eigenen Glauben."

Leider nützte all der Beistand dem Busfahrer am Ende nichts. Denn obwohl viele Menschen in Israel darauf bestanden, dass der Mann nichts falsch gemacht habe, wurde er nun von seinem Arbeitgeber, der der israelischen Busgesellschaft "Kavim", entlassen.

Titelfoto: 123rf.com/Jose Maria Hernandez

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