Wetterchaos: Schneemassen in Österreich, zwei Tote in Italien

Innsbruck/Klagenfurt - Nach starken Schneefällen am Wochenende (TAG24 berichtete) bleibt die Lawinengefahr in Teilen Österreichs weiterhin hoch.

Das Kalsertal in Osttirol ist mit Schnee bedeckt. Der Winter macht sich in Teilen Österreichs mit enormen Schnee- und Regenmengen bemerkbar.
Das Kalsertal in Osttirol ist mit Schnee bedeckt. Der Winter macht sich in Teilen Österreichs mit enormen Schnee- und Regenmengen bemerkbar.  © Johann Groder/APA/EXPA/dpa

Bereits am Dienstag und Mittwoch soll es im Südwesten Österreichs wieder stark schneien. Erst ab Donnerstag soll sich die Lage entspannen, wie die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Montag mitteilte.

Einige Wetterstationen in Oberkärnten und Osttirol verzeichneten von Freitag bis Sonntag binnen drei Tagen soviel Niederschlag wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Im Kärntner Lesachtal fielen bis zu 370 Liter Niederschlag auf den Quadratmeter.

Die starken Schneefälle am Grenzpass Brenner zwischen Österreich und Italien führten auch zum Wochenauftakt zu Behinderungen.

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Während die Brennerautobahn bei Sterzing am Montag wieder für den Verkehr freigegeben wurde, blieben Teile der Brenner-Bundesstraße (B182) zunächst auf Tiroler und Südtiroler Seite gesperrt, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete.

Die Brennerbahnlinie ist demnach bis Dienstag unterbrochen. Der internationale Fernverkehr wurde in der Region im Schienenersatzverkehr abgewickelt.

In Osttirol galt am Montag die zweithöchste Lawinenwarnstufe vier. Auch weiterhin sei die Gefahr von sehr großen Lawinen an steilen Grashängen zu erwarten, erklärten die Experten.

Schulen und Kindergärten blieben wegen der Lawinengefahr in Teilen Tirols und Kärntens am Montag zu.

Wetterlage in Italien bleibt angespannt: Mindestens zwei Tote

Das Dorf Santa Caterina ist schneebedeckt. Anhaltender Regen- und Schneefälle haben das Land heimgesucht.
Das Dorf Santa Caterina ist schneebedeckt. Anhaltender Regen- und Schneefälle haben das Land heimgesucht.  © Alessandro Trovati/AP/dpa

Im Norden Italiens ist die Lage nach heftigen Unwettern vom Wochenende mit Schneemassen, Regen und mindestens zwei Toten weiter angespannt.

Auf der Bahnlinie am Brenner fuhren wegen eines Erdrutsches bei Bozen weiter keine Züge, teilte die Südtiroler Landesverwaltung am Montag mit. Die Brennerautobahn sei dagegen wieder frei befahrbar. Rund 6000 Haushalte in der Alpenprovinz hätten keinen Strom. Es gab weiteren Neuschnee.

Von den Unwettern waren vor allem die Regionen im Norden und Nordosten Italiens stark betroffen. In der Gegend um Modena hatten starke Regenfälle zu Hochwasser und Überflutungen ganzer Landstriche geführt.

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Die Feuerwehr musste Menschen mit Schlauchbooten aus ihren Häusern befreien. Die Retter in dem 60-Millionen-Einwohner-Land rückten zu Tausenden von Einsätzen aus, wie die Feuerwehr mitteilte.

In einer Ortschaft rund 50 Kilometer westlich des Comer Sees wurde ein 53 Jahre alter Mann von einem Baum erschlagen, der unter der Schneelast umstürzte, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Freitag berichtet hatte. In Süditalien verlor ein 51-jähriger Arbeiter nach Berichten vom Sonntag sein Leben, als er von Schlamm weggerissen wurde.

Für den Nordosten um Friaul-Julisch Venetien, Venetien, Südtirol und Emilia-Romagna gelte weiterhin Wetter-Warnstufe Rot, hieß es am Montag von der Zivilschutzbehörde. Für die kommenden Tage werden weitere Niederschläge erwartet.

Titelfoto: Johann Groder/APA/EXPA/dpa

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