Wissenschaftler mit Sensations-Fund: Forscher entdecken Fötus in einer Mumie!

Warschau - Was für ein irrer Fund! Polnische Wissenschaftler haben wahrscheinlich die weltweit erste schwangere ägyptische Mumie entdeckt.

Die polnische Anthropologin und Archäologin Marzena Ozarek-Szilke neben einer Mumie (Archivbild).
Die polnische Anthropologin und Archäologin Marzena Ozarek-Szilke neben einer Mumie (Archivbild).  © IMAGO / Eastnews

Polnische Forscher der Uni Warschau haben zuletzt im Zuge eines wissenschaftlichen Projekts eine ganze Reihe Mumien untersucht.

Bei einer der letzten der 2000 Jahre alten Einbalsamierten, die in den Computertomografen (CT) geschoben wurde, dann der Hammer: Im Bauch der mumifizierten Frau entdeckte man einen Fötus!

Zusammengerollt und klein lag er da, deutlich sichtbar für die Forscher.

Diese waren direkt außer sich. Einen solchen Fund habe man nicht erwartet und so bekam die Mumie besonders viel Aufmerksamkeit.

Allerdings weiß man so gut wie nichts über die balsamierte Frau.

Die Anthropologin und Archäologin Marzena Ozarek-Szilke, die gleichzeitig auch Koordinatorin des Wissenschaftsprojektes ist, ist sich sicher, dass die Frau wohlhabend gewesen sei.

Marzena Ozarek-Szilke: "So eine Mumie gab es bisher noch nicht."

So habe man mit ihr eine sehr gut einbalsamierte Frau gefunden, ihr Zustand sei "außerordentlich gut" gewesen.

"Die Methode der Mumifizierung war sehr gut. Es ist auf jeden Fall die Mumie eines reichen Menschen", so die Wissenschaftlerin.

1826 kam sie bereits nach Warschau. Wurde seither häufiger begutachtet und Teil von Studien. Den Fötus habe man aber nun erst durch das CT entdeckt.

Ozarek-Szilke ist noch immer hin und weg: "Das war wirklich eine Überraschung für uns. Wir wussten, dass das einzigartig ist. So eine Mumie gab es bisher noch nicht."

Welche Rolle spielt der Fötus und die Schwangerschaft?

Ob man wusste, dass die Tote ein Kind erwarten würde und in welchem Zusammenhang der Tod unter Umständen sogar mit dem Fötus gehabt haben könnte, ist noch völlig unklar.

Es könnte durchaus sein, dass die Einbalsamierer die Schwangerschaft vielleicht verschleiern wollte. Im Zusammenhang "mit dem Glauben und der Wiedergeburt im Jenseits", laut der Forscherin der Uni Warschau ein mögliches Szenario.

Schwangere Mumie wird weiter untersucht

Dazu sollen weitere Untersuchungen Aufschluss geben. Die Hoffnung der Wissenschaftler ist es, indem man kleine Proben aus dem Bauchraum der Frau und vom Fötus nimmt, dass man möglicherweise sogar Reste von Blut finden könne.

Es wäre eine Chance, mehr über die Frau, die Herkunft, die Schwangerschaft und auch ihren Tod zu erfahren.

Gut möglich ist, dass die Frau in ihren 20ern und etwa in der 26. bis 30. Schwangerschaftswoche gewesen war.

Titelfoto: IMAGO / Eastnews, Screenshot/Twitter @surimana16

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