"Wütend und auch traurig": Reaktionen auf die Geschehnisse in Washington

Berlin - Die Geschehnisse von Washington sorgten nicht nur in den USA selbst, sondern auf der ganzen Welt für Entsetzen, Verwunderung und Bestürzung. TAG24 fasst einige der wichtigsten Aussagen zusammen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) gab Donald Trump (74) die Mitverantwortung am Sturm auf das Kapitol in Washington.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) gab Donald Trump (74) die Mitverantwortung am Sturm auf das Kapitol in Washington.  © John Macdougall/POOl AFP/dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) gab Donald Trump (74) die Mitverantwortung am Sturm auf das Kapitol. Dass er seine Niederlage nicht zugeben wollte, habe "die Atmosphäre bereitet, in der dann auch solche Ereignisse, solche gewalttätigen Ereignisse möglich sind".

Die Bilder machen sie "wütend und auch traurig".

Für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65, SPD) sind die Ereignisse das "Ergebnis von Lügen und noch mehr Lügen, von Spalterei und Demokratieverachtung, von Hass und Hetze - auch von aller höchster Stelle".

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Der bewaffnete Mob sei von Trump aufgestachelt worden. Gleichzeitig erinnerte er an die Ereignisse vor dem Berliner Reichstag.

Emmanuel Macron (43) sprach von einem Angriff auf die Demokratie. Frankreich stelle sich "mit Kraft, Inbrunst und Entschlossenheit an die Seite des amerikanischen Volkes". Auch seine Widersacherin Marine Le Pen (52) fand deutliche Worte. "Ich glaube, dass wir in einer Demokratie das Recht verteidigen müssen, zu protestieren, zu demonstrieren, aber friedlich", sagte sie "France 2". "Jede Gewalttat, die darauf abzielt, den demokratischen Prozess zu untergraben, ist unzulässig."

Die britische Innenministerin Priti Patel (48) betonte, Trump habe "dazu beigetragen, diese Gewalt zu schüren, und er hat nichts unternommen, um zu deeskalieren".

Irans Präsident Hassan Ruhani spricht über Folgen der Ereignisse in den USA

Irans Präsident Hassan Ruhani (72) sieht in den Ereignissen eine Folge des Imageschadens, die die Ära Trump den USA zugefügt hat. Er hoffe, dass die USA und die Welt diesen "Analphabeten" bald los sein werden.

China wünschte den Vereinigten Staaten eine schnelle Rückkehr zu "Frieden, Stabilität und Sicherheit". Aus Russland hieß es, dass das amerikanische Wahlsystem "anarchisch" sei und nicht mehr "heutigen demokratischen Standards" entspräche.

Das lasse Raum für "zahlreiche Verstöße", so eine Sprecherin des Außenministeriums. Man wünsche dem amerikanischen Volk, "dass es diesen dramatischen Moment der eigenen Geschichte mit Würde übersteht".

Titelfoto: John Macdougall/POOl AFP/dpa

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