Zehn Menschen sterben, nachdem sie Schweizer Käse essen

Steinerberg (Schweiz) - Ein verseuchter Käse löste in der Schweiz ein riesiges Drama aus!

Mehrere Menschen haben verseuchten Schweizer Käse gegessen. (Symbolbild)
Mehrere Menschen haben verseuchten Schweizer Käse gegessen. (Symbolbild)  © Christoph Ruckstuhl/epa/dpa

Wie "Blick.ch" berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft Innerschwyz gegen die Käserei Vogel im schweizerischen Steinerberg wegen des Verdachts auf mehrfache fahrlässige Tötung, mehrfache fahrlässige Körperverletzung und Widerhandlung gegen das Lebensmittelgesetz.

Der Grund: Mehrere Menschen sollen seit August 2018 von Käseprodukten, welche mit Listerien (Bakterien) befallen waren, gegessen haben. 34 Menschen seien davon krank geworden, zehn von ihnen gestorben.

Vor zwei Jahren warnte das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit (BLV) vor mehreren Produkten des Herstellers Vogel. 

Doch warum wurde die Käserei nicht schon eher geschlossen? Gemäß Anzeige wurden 2018 und 2020 mehrere Listerien-Erkrankungen bekannt. Franziska Steiner, leitende Staatsanwältin, sagte gegenüber "Blick": "Dass die Fälle auf den gleichen Listerien-Stamm zurückzuführen sind, wurde erst dieses Jahr klar."

Menschen mit einem intakten Immunsystem überstehen eine Infektion mit Listerien meist ohne große Probleme. Immunschwache dagegen können schwere Symptome entwicklen, welche auch zum Tod führen können.

Im Mai 2020 wurde die Käserei Vogel in Steinerberg geschlossen. Für die Gemeinde ist es ein Schock. Gemeindepräsident Felix Reichlin (56): "Er [Alphons Vogel] hat sein Leben lang hart gearbeitet und viel erreicht."

Titelfoto: Christoph Ruckstuhl/epa/dpa

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