Ärzte verletzen Gesicht von Baby bei Not-Kaiserschnitt

Denver - Noch bevor Kyanni Williams das Licht der Welt erblickte, erlitt sie ihre erste Verletzung: Während eines Not-Kaiserschnitts trafen die Ärzte aus Versehen das Gesicht des Babys.

In Denver verletzten die Ärzte bei einem Not-Kaiserschnitt versehentlich die Wange von Baby Kyanni Williams. Die tiefe Wunde musste mit 13 Stichen genäht werden.
In Denver verletzten die Ärzte bei einem Not-Kaiserschnitt versehentlich die Wange von Baby Kyanni Williams. Die tiefe Wunde musste mit 13 Stichen genäht werden.  © Screenshot gofundme.com

Eigentlich hatten Kyannis Eltern, Reazjhana Davis und Damarqus Williams aus Denver im US-Bundesstaat Colorado, eine natürliche Geburt für ihr gemeinsames Kind geplant.

Doch als Reazjhana in der vergangenen Woche in den Wehen lag und die Ärzte während einer Untersuchung im Denver-Health-Krankenhaus plötzlich keinen Herzschlag mehr feststellen konnten, entschieden diese sich zu einem Not-Kaiserschnitt, berichtet die "New York Post".

"Sie sagten, unser Baby machte eine plötzliche Bewegung. Dann konnten sie seinen Herzschlag nicht mehr hören", sagte Damarqus Williams. Danach erfuhr er von dem geplanten Eingriff.

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Eigentlich ist ein Kaiserschnitt eine Routine-Operation. Aber: "Sie sagten, Kyannis Gesicht sei nahe an der Plazentawand", erklärte Williams weiter. Das wurde wenig später zu einem Problem.

Denn als das Neugeborene herauskam, hatte es eine tiefe Wunde auf einer Wange! Der Schnitt musste mit 13 Stichen genäht werden.

Frust und Angst bei der Geburt statt Freude

Walter Williams, der frisch gebackene Großvater von Kyanni, sagte, die Freude über die Geburt seiner Enkeltochter sei von Gefühlen der Angst und Frustration beeinträchtigt worden.

"Es ist verheerend, wenn deine Enkelin geboren wird und als Erstes zum plastischen Chirurgen gebracht wird", sagte er. "Es ist herzzerreißend", fügte er hinzu. Er habe auch noch nie von so einem Fall gehört.

Die Familie richtete auf der Spendenseite "GoFundMe" eine Hilfsaktion ein, um Geld für einen Anwalt zu sammeln, der ihre rechtlichen Ansprüche durchsetzen soll.

"Sie müssen für das, was sie getan haben, zur Rechenschaft gezogen werden", forderte die Großmutter des Babys, Tashaira Williams.

Titelfoto: Screenshot gofundme.com

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