Eines der jüngsten Frühchen der Welt nach Behandlung in Fulda wohlauf

Fulda - Einem der jüngsten Frühchen der Welt ist im Klinikum Fulda der Weg ins Leben geebnet worden. 

Ein zu früh geborenes Baby liegt in der Neonatologie in einem Inkubator (Archivbild).
Ein zu früh geborenes Baby liegt in der Neonatologie in einem Inkubator (Archivbild).  © Britta Pedersen/ZB/dpa

Es sei dort nach einer Notgeburt im März 2019 nach nur 21 Wochen und vier Tagen Schwangerschaft behandelt und nun Ende April nach Hause entlassen worden, wie das Krankenhaus in Osthessen am Freitag berichtete.

Das Mädchen war am 5. März 2019 zusammen mit ihrem Zwillingsbruder, der nicht überlebte, bei einer Hausgeburt im Vogelsbergkreis überraschend zur Welt gekommen.

Anschließend seien die beiden Säuglinge per Notarztwagen ins Klinikum gebracht worden, sagte der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Reinald Repp, der Deutschen Presse-Agentur.

Dem Mädchen gehe es den Umständen entsprechend gut, nachdem es lange unter Lungenproblemen litt. Es ist aber unklar, wie sich seine Gesundheit langfristig entwickeln wird.

Nach Angaben von Repp mit Blick auf wissenschaftliche Fundstellen gibt es bislang nur ein Kind, das genauso früh zur Welt gekommen ist. Es sei im Jahr 2014 in den USA ebenfalls nach 21 Wochen und vier Tagen entbunden worden.

Eine normale Schwangerschaft dauert 40 Wochen. Das Klinikum Fulda hat bereits Erfahrungen gesammelt mit extrem unreifen Säuglingen.

Am 7. November 2010 kam dort Frühchen Frieda zur Welt, es war damals 21 Wochen und fünf Tage alt. Es gilt als Europas jüngstes Frühchen.

Titelfoto: Britta Pedersen/ZB/dpa

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