Frau entbindet ihr Baby auf dem Müllplatz

Warschau - Diesen Abend werden die Sicherheitsbeamten der Stadtwache wohl nicht so schnell vergessen: In Warschau fanden sie eine obdachlose Frau, die ihr Baby in einem abschließbaren Müllhaus geboren hatte.

Die obdachlose Frau bekam ihr Baby in diesem Müllhaus in Warschau.
Die obdachlose Frau bekam ihr Baby in diesem Müllhaus in Warschau.  © Straż Miejska Warszawa

Die Warschauer Stadtwache bestätigte den schockierenden Vorfall, der am Dienstagabend in Ursynów, dem südlichsten Stadtbezirk der polnischen Hauptstadt, passierte.

Die Stadtwächter hatten gerade ihren Dienst begonnen, als sie gegen 20 Uhr die Anweisung erhielten, einen Müllplatz zu kontrollieren, wo sich eine Obdachlose aufhielt.

An Ort und Stelle fanden sie die Frau, die dort nur wenige Minuten zuvor ihr Kind zur Welt gebracht hatte. Überall sei auch Blut gewesen.

Traurig: Während auf Babys normalerweise ein neues Kinderbett, Kleidung und Spielzeug warten, hatte dieses Neugeborene nicht einmal einen Strampler.

"Als wir den Container betraten und die Mülltonnen beiseite schoben, sahen wir eine Matratze auf dem Boden und darauf eine obdachlose Frau in einer Jacke, die ein Neugeborenes in einem Pullover hielt. Die Nabelschnur war noch nicht durchtrennt", erklärte ein Wachmann.

Die Beamten kümmerten sich sofort um die Mutter und ihre Tochter. Sie riefen einen Krankenwagen und schoben die Mülltonnen weg, damit die Sanitäter leichter zu der kleinen Familie gelangen konnten. 

"Während wir auf den Rettungswagen warteten, fragten wir die Frau, warum sie nicht ins Krankenhaus gegangen sei. Sie antwortete, dass 'es irgendwie so plötzlich kam'", fügte der Wachmann hinzu. Die Frau und ihr Kind wurden zur weiteren Untersuchung in eine Klinik gebracht.

Titelfoto: Straż Miejska Warszawa

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