Polizei stoppt Baby-Verkauf: Arzt verscherbelt Kind von armen Eltern

Pakistan - Ein Arzt, der unerlaubt Babys verkauft? Genau so ein Fall ereignete sich nun in Pakistan, weil die Eltern des Kindes sich die Geburt nicht leisten konnten.

Die Polizei musste ein Baby retten, nachdem ein Arzt es seinen Eltern einfach weggenommen hatte. (Symbolbild)
Die Polizei musste ein Baby retten, nachdem ein Arzt es seinen Eltern einfach weggenommen hatte. (Symbolbild)  © mytrykau/123rf

Internationalen Medienberichten zufolge kam der Säugling vor Kurzem in der pakistanischen Kleinstadt Tulamba zur Welt.

Nach der Geburt des Jungen erhielten die frisch gebackenen Eltern eine Rechnung des Krankenhauses, allerdings waren sie nicht in der Lage, das Geld aufzubringen. Angeblich sei ihnen nicht klar gewesen, wie teuer das Ganze werden würde.

Daraufhin bot einer der Ärzte ihnen an, dass sie das Kind verkaufen könnten. Als die beiden nicht einwilligten, nahm er ihnen den Jungen einfach weg! Anschließend verkaufte er das Baby selbst an ein anderes Paar, das noch keine Kinder hatte.

Als die Mutter und der Vater des Säuglings davon erfuhren, alarmierten sie umgehend die örtliche Polizei. Die Beamten nahmen daraufhin die Ermittlungen auf und verhandelten mit dem Krankenhaus.

Letzten Endes gab es aber ein Happy End: Die Polizisten konnten dafür sorgen, dass die rechtmäßigen Eltern ihr Neugeborenes zurückbekamen!

Polizei ließ Arzt schon wieder laufen

Über den Verkauf von Babys und Kleinkindern gibt es tragischerweise immer wieder Schlagzeilen. (Symbolbild)
Über den Verkauf von Babys und Kleinkindern gibt es tragischerweise immer wieder Schlagzeilen. (Symbolbild)  © nenovbrothers/123rf

Der Käufer und damit der "zwischenzeitliche Besitzer" des kleinen Jungen, ein Mann namens Faisal, musste den Säugling wieder abgeben.

Den Berichten zufolge hätte das Krankenhaus die Mutter und den Vater des Kleinen außerdem unter Druck gesetzt, damit sie keine Anklage erheben würden.

Währenddessen nahm die Polizei den Arzt, der das Baby ohne Erlaubnis weiterverkauft hat, vorübergehend in Gewahrsam. Inzwischen ist er aber wieder auf freiem Fuß.

Solche Fälle von Kinderhandel sind tragischerweise schon häufiger vorgekommen: TAG24 berichtete zum Beispiel schon einmal von einer ukrainischen Frau, die ihren Sohn verkaufen wollte. Dafür ließ sie sogar den Wert des Kindes ermitteln - und der lag angeblich bei umgerechnet knapp 12.000 Euro.

In einem anderen Fall aus dem Jahr 2018 musste die indonesische Polizei eine Bande stoppen, die Babys via Instagram verscherbelte.

Titelfoto: mytrykau/123rf

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